03. Juli 2026·42
#28 | Crypto-Review Juni: -20%, 140-Konzerne-Stablecoin, Ethereums Zukunft

#28 | Crypto-Review Juni: -20%, 140-Konzerne-Stablecoin, Ethereums Zukunft

Crypto-Review Juni: Schmerzhafte Korrektur, KI-Hype & die Zukunft von Ethereum

Der Juni war für Crypto-Investoren alles andere als einfach. Während der Markt um rund 20 % korrigierte und der „Fear & Greed Index" auf extreme Angst hindeutet, stellt sich die Frage: Ist das der Tiefpunkt oder erst der Anfang einer längeren Durststrecke?

In dieser Folge von Crypto im Kontext starten wir ein neues Format: Der Monat im Kontext. Wir lassen den Monat Juni Revue passieren, abseits vom täglichen Rauschen, mit Fokus auf das große Ganze: von institutionellen ETF-Abflüssen über das „Financial Engineering" von Michael Saylor bis hin zur strategischen Neuausrichtung von Ethereum.

Die Themen im Überblick:

Marktanalyse Juni: Wir sprechen über den Juni-Abverkauf und was die Psychologie eines Bärenmarktes ausmacht. Crypto vs. KI: Erleben wir bei KI-Aktien gerade ein Déjà-vu zu Crypto 2021? Wir analysieren das „schwarze Loch" der Liquidität. ETF-Check: 4,4 Milliarden Dollar Abfluss im Juni, wie dramatisch ist die Lage wirklich, wenn man den Kontext der Gesamthaltemengen betrachtet? Regulierungs-Krimi: Die Uhr tickt für den „Clarity Act" in den USA. Was bedeutet die Verzögerung für den Markt? Michael Saylor & MicroStrategy: 32 Bitcoin verkauft? Wir blicken hinter die Kulissen der neuen Vorzugsaktien und des reflexiven Konstrukts. Ethereum im Wandel: Warum verlassen Top-Researcher die Foundation? Alles über ETH Labs, Ethereum Institutions und den Kampf um die Marktführerschaft in der Tokenisierung. Stablecoin-Gigant „OpenUSD": 140 Schwergewichte wie Visa, BlackRock und Google bündeln ihre Kräfte. Droht Tether nun echte Konkurrenz? DeFi im Visier der Banken: Warum Standard Chartered plötzlich Research zu Uniswap und Aave veröffentlicht.

Wir wollen dein Feedback! Gefällt dir dieses monatliche Review-Format? Welche Themen haben dich im Juni am meisten bewegt? Schreib es uns in die Kommentare!

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Martin (00:01.463) Ja Anton, haben uns gedacht, wir versuchen heute einmal was Neues. Wir haben ja vor einigen Monaten eine Folge gemacht, wo wir mehrere Monate von Krypto-Adoption im Zeitraffer durchlaufen sind, wo wir sehr gutes Feedback bekommen haben, wo wir uns nur auf institutionelle Adoption fokussiert haben. Und wir haben uns jetzt gedacht, okay, was ist, wenn wir einfach einmal im Monat das Monat-Review passieren lassen und zwar ein bisschen breiter.

dass wir am Anfang kurz reinschauen, hat sich der Markt entwickelt, das halten wir ganz kurz, aber dann auch, was hat sich auf technologischer Seite getan, was waren für Themen im Monat, sodass Leute, die viel beschäftigt sind und keine Zeit haben, sich täglich mit dem Kryptomarkt zu beschäftigen, in kompakter Versionen einen Überblick bekommen. Und das wollen wir jetzt heute einmal versuchen für das Monat Juni. Und ja, wir würden uns freuen,

wenn euch das gefällt, dass ihr auch Kommentare hinterlasst oder falls Themen euch fehlen, die ihr gerne kommentiert. Genau. In diesem Sinne, lasst uns starten. Wie war der Juni?

Anton (01:11.15) Und natürlich auch wenn es nicht mehrwertig sein soll, bitte lasst es uns wissen, weil dann lassen wir das in Zukunft wieder.

Anton (01:23.59) Ja, auf gut wienerisch beschissen. Markt ist ungefähr 20 % eingebrochen. Da gibt's immer wieder ein paar kleinere Ausreißer an Assets, die da ein bisschen besser performt haben, im Großen und Ganzen war das eine sehr, sehr schmerzhafte Korrektur. Der Fear and Greed Index, der die Stimmung am Kryptomarkt misst.

blende den jetzt mal ganz kurz ein. Der ist auf einem sehr sehr niedrigen Niveau. Wir befinden uns da gerade bei ungefähr 17. Jetzt sieht man das hier auch ein bisschen deutlicher. Je niedriger dieser Score ist, desto schlechter ist die Stimmung am Markt. Wenn es rot eingefärbt ist, ist es extreme Angst, die da umgeht. Blau ist das Gegenteil. Da sind wir bei einem Wert von

75 bis 100 und da kursiert dann die Euphorie im Markt, von der sind wir jetzt meilenweit entfernt. Man sieht hier, die pure Angst regiert und das ist im Endeffekt das wahrscheinlich bestimmende Charakteristikum eines Bärenmarktes, dass die Investoren von Angst getrieben sind, nach und nach kapitulieren und die Stimmung im Endeffekt durchwegs negativ ist.

Und das sieht man insbesondere natürlich auch bei den Medien. Die meisten News, mit denen wir konfrontiert werden, sind News, die sehr reißerische, negative Headlines haben. Und ich meine, das ist für mich jetzt der dritte Bärenmarkt. Das wiederholt sich eigentlich immer wieder, weil halt die Konstante die menschliche Psychologie ist. Und ja, ich möchte euch zeigen, dass es

einen komplett kalten Lest, aber ich glaube mit ein bisschen Erfahrung nützt sich das dann auch ein bisschen ab und man hat vielleicht einen ein bisschen klareren Blick drauf. Aber die Geschichte reimt sich auf jeden Fall und an dem Punkt sind wir mal wieder angekommen.

Martin (03:25.558) Wir haben ja schon öfters auch gesprochen. Es ist auch in unserem Umkreis jetzt von Leuten, die viele, viele Jahre in Krypto sind. Das ist schon sehr spannend zu beobachten, dass viele resignieren, weil es auch dieser letzte Bullenmarkt, wo viele sagen, es war eigentlich gar kein Bullenmarkt, dass eigentlich viele das Handtuch schmeißen. Und das haben wir jetzt auch gestern wieder gehört in einem Gespräch.

Anton (03:38.094) Hmm.

Martin (03:51.74) Und viele, egal ob Privatpersonen oder auch welche, die sich professionell oder semi-professionell mit dem Thema beschäftigen, gehen in eine Richtung und das ist KI. Weil man einfach sieht, dass aktuell eigentlich diese Assetklasse Krypto, die so hohe Renditen verspricht, und wir glauben nach wie vor daran, dass hohe Renditen möglich sind, aber das ist...

Das ist nicht eingetreten, nicht in den letzten Monaten oder im letzten Jahr. Und in KI sieht man momentan etwas, wo ich ehrlich gesagt ein absolutes Deja-vu-Erlebnis habe zu Krypta in 2021. Also das fühlt sich wirklich an.

Anton (04:24.014) Mh.

Martin (04:36.721) wie der Altcoin-Markt in 2021, wo einfach eine Aktie oder ein Asset täglich zweistellige Prozentwerte nach oben geht. Ich spreche Leute an, frage mich, ob sie in SpaceX investieren sollen, wo ich weiß, der hat noch nie in eine Aktie investiert. Das sind wirklich genau das gleiche Schema wie 2021 in Krypto. Es beginnen sich auf einmal Leute aus der Angst, zu verpassen, mit Assets zu beschäftigen zu exorbitanten Bewertungen. Und wie du auch hast,

Anton (05:06.126) ohne die zugrundlegende Ahnung zu haben, was sie da eigentlich auch kaufen. Und in welcher Verhältnismäßigkeit diese Bewertungen eigentlich gerade stehen. Oder halt auch nicht stehen. Und das ist ja das Gefährliche.

Martin (05:06.585) Vielen Dank.

Martin (05:10.761) Gerne.

Martin (05:15.127) Genau, du hast das auch zutreffend gesagt. Es gibt genau zwei Investoren, die wissen, wie sowas ausgeht. sind entweder die, die 1999 im Aktienmarkt investiert haben oder die Krypto 2021 investiert haben. Ja, werden wir sehen, wie das ist. Aber es ist definitiv eine Art schwarzes Loch, nicht nur von Attention und Aufmerksamkeit, sondern einfach auch vom Kapital.

Anton (05:45.173) Richtig, Liquidität. geht sehr viel Liquidität einfach aus diesem Kryptomarkt raus. Und solange diese Liquidität nicht zurückkehrt, glaube ich, ist es auch schwierig, dass dieser Markt in eine andere Richtung startet. lass uns vielleicht noch ein paar Zahlen anschauen. Wir haben ja auch vorher gesagt, die Medien spielen hier natürlich auch wieder eine sehr, sehr gewichtige Rolle.

Martin (05:45.362) Es gibt viele.

Martin (06:00.12) Kommen wir.

Anton (06:13.87) Nachrichten, die propagiert werden, durchwegs negativ. Da liest man, keine Ahnung, 500 Millionen ETF Outflow gestern bei BlackRock und da wird wirklich, da wird wirklich eine Bargädungsstimmung am Ende des Tages propagiert und wir wollen jetzt nur so ein paar Einordnungen geben, damit man vielleicht einfach auch hier einen besseren Kontext hat. Ich glaube wir beginnen jetzt einfach mal mit

den besagten ETF-Flows. Hier sieht man die ETF-Netflows auf Monatsbasis ab dem Start 2024. Und ja, die Outflows im Juni waren tatsächlich absolut gesehen die höchsten, die wir bis dato hatten, mit ungefähr 4,4 Milliarden US-Dollar. Das ist jetzt absolut gesehen natürlich keine

unerhebliche Stange Geld oder Kapital. Aber wie gesagt relativ gesehen zeigt sich dann schon wieder ein bisschen ein anderes Bild und das sieht man hier. Hier sieht man am Ende des Tages die Gesamt-Bitcoin-Bestände, also wichtig Bitcoin-Bestand nicht US-Dollar oder Euro-Bestand. Der gesamte Bitcoin-Bestand über alle US-ETF-Anbieter und der war am Höchststand

Das hatten wir glaube ich schon mal in einer Folge vor ein paar Monaten im Oktober letzten Jahres. Da hatten wir in Summe 1,35 Millionen Bitcoins, die über alle ETFs verwaltet worden sind. Stand auch heute sind wir bei 1,2 Millionen Bitcoin. Das heißt da gab es einen Abfluss von lass es 120-130.000 Bitcoins sein. Das ist relativ gesehen

ungefähr 7 % und 7 % von dem, wenn man so will, Market Peak, wo Bitcoin noch bei 120.000 US-Dollar stand, ist jetzt so gesehen eigentlich nicht mehr so dramatisch, wie das vielleicht durch die eine oder andere Überschrift durch die unterschiedlichen Medien wahrgenommen werden könnte. Aber, und das darf man natürlich auch nicht von der Hand weisen, ein Großteil dieses Abflusses

Anton (08:39.374) ist tatsächlich in den letzten eineinhalb Monaten passiert. Man hatte hier eine kurze Phase im April, Mai, wo Bitcoin dann von der ersten Bodenbildung von 60.000 auf über 80.000 gegangen ist. Da gab es wieder einen Zufluss. Seither sind aber über 100.000 wieder abgeflossen. Da muss man natürlich auch bisschen aufpassen. Ich glaube, wir haben das auch schon mal in

In einer Podcast-Folge erwähnt bzw. an anderen Stellen immer wieder auch gesagt, ja, nur weil es hier Abflüsse gibt, heißt das nicht, dass ein Investor, Bitcoin long gegangen ist, das jetzt verkauft hat, das sind sehr oft auch einfach ETF-Positionen, die von Hedgefonds gehalten werden, die auf der long Seite den ETF halten, dann auf der futures Seite short gehen, eigentlich marktneutral sind.

und die Funding Rate einstreichen und damit so einen Yield generieren. Und wenn die ihre Positionen auflösen, dann muss natürlich auch der ETF verkauft werden. Aber das sieht man dann erst ein paar Monate später, wenn die S1 Filings, glaube ich, disclosed werden müssen. Also das können wir Stand heute nicht sagen, wer da jetzt genau abverkauft. Aber bleiben wir bei der Zusammenfassung. 7 % seit Oktober letzten Jahres ist nicht so viel.

ist noch nicht so dramatisch und zeigt eigentlich, dass im Grundsatz diese Investorenbase, wenn man so will, im ETF-Markt doch stickier ist, also weniger preissensiv ist, als das vielleicht die typischen Retail-Kryptohalter, das in der Vergangenheit waren.

Martin (10:28.247) Die sind ja im Durchschnitt auch alle im Verlust, der durchschnittliche ETF.

Anton (10:32.168) Ja, gut, du das erwähnst. Auch hier haben wir ja auch eine Zahl mitgebracht. Hier sieht man in grün die Einstandspreise, also den Einkaufs, den durchschnittlichen Einstandswert aller ETF-Halter, also zu welchen Preisen sie gekauft haben. Und da stehen wir bei 83.000 über alle. Das heißt, der durchschnittliche ETF-Investor ist jetzt gut 20.000 Dollar oder vielleicht 25 % plus minus im Verlust. Also das ist schon gut.

Es gibt gut genug Grund, hier zu verkaufen. Und ich glaube, da ist das Ausmaß, wenn man das alles jetzt irgendwo in einen Topf wirft und den Kontext sieht, nicht so dramatisch.

Martin (11:18.231) Gleichzeitig haben wir auch mit anderen Emittenten oder Anbietern in letzter Zeit gesprochen, die sagen eigentlich auch, dass die Zuflüsse auch haben und zwar stetige Zuflüsse eigentlich seit Oktober. Das heißt, schon auch viele langfristige Investoren sind, diese Gelegenheit nützen, nachzukaufen oder erstmals einzusteigen. ist nicht, dass wir sagen, dass man das machen sollte, aber es kann jetzt weiter nach unten gehen.

Anton (11:28.619) Hm.

Anton (11:40.116) Wir waren ja auch letzt...

Martin (11:45.624) gesagt, bei 54.000 eine sehr entscheidende Level, weil da sind dann wirklich, wenn bei 54.000 US-Dollar Bitcoin ist, wirklich jeder im Durchschnitt, jeder Bitcoinhalter sozusagen im Verlust, das ist der Einstandspreis von allen, On-Chain auch gekauft haben. Inklusive alle, die auch schon sehr früh gekauft haben. Aber ja, ich würde sagen, ich meine,

Vielleicht auch ganz kurz noch ein Kommentar zu dem Thema KI, wir haben auch über das öfters gesprochen, auch in der letzten Podcast-Folge.

Krypto ist halt komplett anders. Das ist nicht der klassische Kapitalmarkt. Das ist ja auch, unter Anführungszeichen, auch die Stärke, dass es nicht so stark korrelierend ist, obwohl es jetzt quasi diese Nicht-Korrelation hat, die man sich nicht wünscht. Zumindest nicht als Krypto-Investor. Aber man kann hier Krypto, so sehen wir es halt, auch

Anton (12:35.47) Tut richtig weh.

Martin (12:44.593) als eine Art Hatch sehen ging, das was alles hier im Aktienmarkt, im KI-Aktienmarkt passiert. Aber da würde ich euch einladen die Folge, von letzte Folge, vorletzte Folge dazu anzuschauen. Gut, ein Punkt vielleicht, jetzt reinzugehen, in was es passiert, dass das Thema, einfach schon seit über einem Jahr über den Markt

so dahinschwebt, ist diese Regulation, Regulierung in den USA. Es ist ja gerade gestern eigentlich in Europa mit der Mica-Regulierung, die jetzt voll in Kraft ist, das heißt, jeder muss jetzt Mica-Lizenz haben, seit 1. Juli. In den USA gibt es de facto kaum Regulierung bisher, außer zu Stablecoins und das sollte eben dieser sogenannte Clarity Act ...

bewirken und der stockt halt schon seit Monaten de facto. Da gibt es viele politische Fights auch zwischen der Bankenlobby und der Krypto-Lobby, aber auch das Weiße Haus. können da jetzt nicht in die Details reingehen, haben ja öfters darüber gesprochen, aber der Punkt ist, die Uhr tickt.

mit der die Wahrscheinlichkeit quasi, dass dieser Clarity Act dieses Jahr noch beschlossen wird, sinkt. Und zwar sind im Herbst diese Midterm-Elections.

viele Marktkänner oder politischen Kenner sagen, wenn das nicht bis August beschlossen ist, dann ist das vom Tisch. Und wenn sich dann die Kräfteverhältnisse in den Häusern in den USA verändern, dann kann das über Jahre hinweg verschoben sein. Aber auf der anderen Seite, auch jetzt in den letzten Tagen haben wieder einflussreiche Senatoren gesagt, es wird einen finalen Text bis zum 4. Juli geben, wird man sehen. Und dann wird abgestimmt im

Martin (14:41.363) von den Senatoren. Dann wird man sehen, das beschlossen wird oder nicht. Die Wahrscheinlichkeit, die Polymarket hier aktuell sieht, ist bei mittlerweile nur mehr 39%, was schon sehr niedrig war. einem Monat, glaube ich, es noch bei 70%. 70-80%, wobei vor einem Monat, glaube ich, war es noch bei 70%.

Anton (14:54.542) Was war der da höchstwert? 70? Irgendso was gleich, ne?

Martin (15:04.247) Und dann ist halt einfach dieses Thema, was keiner wirklich einschätzen kann. Es gibt halt eine Ethikklausel, die die Demokraten hier drinnen haben wollen, dass Regierungsbeamte stark limitiert werden. Im genauen Text weiß ich nicht. Und da ist halt die Frage, ob der US-Präsident dem zustimmt. Indirekt.

Anton (15:28.066) Und ich meine, diese Rechtssicherheit wäre für die Industrie unglaublich wichtig und ist natürlich auch für viele große Institute, die diesen Markt noch immer von der Seite beobachten, extrem wichtig, sich dann auch selber reinzutrauen und aktiv zu werden. Und jetzt hat die SEC ja im Endeffekt schon so eine rechtlich ist das jetzt sicherlich nicht einwandfrei, ich das jetzt ausdrücke – so eine Übergangs…

Martin (15:58.36) Guidance haben sie ausgegeben.

Anton (16:01.086) Guidance rausgegeben, wo sie sagen, okay, an das und das werden wir uns jetzt halten. Der Punkt ist, wenn die SEC in Zukunft irgendwie anders besetzt werden würde und es gibt die Regulatorik nicht, dann ist diese Guidance natürlich auch dahin, weil die hängt an den aktuellen Player. Es ist jetzt nichts, voller Stillstand herrscht.

Martin (16:19.735) Beginnen auch viele durchaus zu relativieren und im Falle, dass das nicht kommt, die SEC und das muss man, was du gesagt hast, unterscheiden.

Die geben hier Vollgas und ändern eine kleine Regel nach der anderen, die aber in der Signifikanz durchaus groß sind, relevant sind, aber die halt sehr, technisch sind. Erst vor ein paar Wochen hat die SSC eine Regel geändert, wo manche sagen, eine der größten Änderungen im Kapitalmarkt ist halt super technisch.

Anton (16:37.127) relevant sind.

Anton (16:51.52) die im Endeffekt, es nur kurz rüber zu bringen, ermöglicht, dass Automated Market Makings auch für Securities eingesetzt werden können, was bis dato einfach daran gescheitert ist, dass Automated Market Makers nicht diese Best Practice oder Best Price Routing Anforderungen im Gesetz abbilden konnten und genau diese Anforderungen wurden gekickt und dadurch wäre das jetzt in Zukunft auch möglich. Was natürlich

Martin (16:57.172) Gena.

Anton (17:17.94) ein großer Anlog wäre für Tokenized Securities etc. etc. Aber da wollen wir jetzt nicht tiefer reingehen, nur diesen Punkt zu Ende zu führen. ja, ist eine Hängepartie. Mal schauen. Eigentlich sollte ja bis zum 4. Juli was vorgelegt werden, das heißt die Herrschaften haben jetzt noch zwei Tage Zeit. Schauen wir mal, werden wir dann vielleicht in der nächsten Folge darüber auch nochmal berichten.

Martin (17:34.65) nicht mehr viel Zeit.

Martin (17:41.399) Kein Ahn.

Anton (17:42.87) So, dann haben wir noch unseren lieben Michael Seeler, der wahnsinnige Kollege.

Martin (17:45.688) Ja, der hat für aufsehend gesagt, wieder einmal, indem er 32 Bitcoin verkauft hat, wohlgemerkt 32, nicht 32.000, wo er dann eigentlich gesagt hat, als Kontext muss man dazu verstehen, dass

Anton (17:56.558) Hm.

Martin (18:05.935) Er, glaube ich einmal wörtlich gesagt hat, verkaufe besser deine Niere als deine Bitcoin. Das ist eine typische verrückte Aussage. So, hat er erstmals Bitcoin verkauft. nicht in diese Detailstruktur von MicroStrategy einzusteigen, war es eher im Endeffekt jetzt auch neu.

Anton (18:11.246) Das traue ich dem zu.

Martin (18:30.449) ausgegeben hat, ist eine zweite Aktienart, eine Vorzugsaktie, diese sogenannte Stretch, die im Endeffekt nicht an einer Preissteigerung partizipieren lässt, sondern im Wesentlichen an einer sehr, sehr hohen Dividende. Nicht Zinsen, das ist eigentlich fast ähnlich wie eine Anleihe, es sind eigentlich Dividenden, verspricht unter Anführungszeichen, 11 bis 12 Prozent Dividenden, also extrem hoch ist.

Anton (18:50.828) Hm.

Martin (18:59.863) Und diese Aktie pendelt im Endeffekt um den Preis von 100. Wenn der Preis da runterfällt, werden die Dividende erhöht und umgekehrt. Und diese Dividende wird finanziert zum einen, entweder weil der...

Aktienpreis der MicroStrategy Aktie über dem Wert der Bitcoin Beständer ist und dadurch eine Premium besteht. Dadurch kann er durch jede zusätzliche Ausgabe von Aktien eigentlich weiter Bitcoin kaufen oder halt die Dividende zahlen.

Oder, wenn beides negativ ist, dass er Bitcoin-Bestände verkaufen muss, die Dividende zu zahlen. Und das ist so bisschen diese Angst, da mitschwingt. Auch zurecht, glaube ich, weil das ist halt wirklich Financial Engineering at its best. Und ich glaube, viele auch der Ur-Bitcoiner, ja, da gibt es eine heftige Debatte, die einen feiern, Michael Saylor, weil er halt Bitcoin kauft.

Und die anderen finden das halt wirklich, wirklich negativ. Neutral jetzt, keiner von uns würde in irgendwas von Michael Sellers da, also ich jetzt sicher nicht, investieren. Aber ja, da schwingt halt immer so bisschen diese Unsicherheit mit. Wobei es sich auch jetzt gerade heute, gestern eigentlich der Wert wieder sehr, sehr stark angenähert hat und jetzt auch wieder alles eigentlich momentan in die richtige Richtung geht. Wird man sehen. Aber...

Was schon grenzwertig ist, einfach wie er das verkauft, als Sicherheit etc. Da hat es auch einen Werbespot gegeben, im Endeffekt, wäre das mündelsichere Anleih, etc. Da gibt es jetzt auch schon erste Klagen gegen Strategy.

Anton (20:54.754) Ich glaube, kann über Michael Saylor sehr viel sagen. Ich persönlich finde so extrem polarisierende Menschen immer etwas schwierig, muss ich ganz ehrlich sagen. Er ist ein extremer Bitcoin-Maxi, der sich, glaube ich, auch eine gewisse Flexibilität in diesen Financial-Engineering genommen hat, indem er ...

solche Aussagen getätigt hat, wie die, du zitiert hast, mit der Niere, und auch wenn er nur einen klitzekleinen Teil seiner Bestände verkauft, mit der Argumentation, wollte Liquidität testen, was Bullshit ist bei 32 Bitkörner, ist klar, dass er etwas tut, was

Konträr ist zu dem, wie er sich eigentlich die längste Zeit positioniert hat. Und dieses fast schon Heldentum, das er bei vielen im Markt hat, wird dadurch halt angekratzt. Und wenn diese Menschen, an Michael Saylor, den Bayer auf Last Resort glauben, dann einfach das Vertrauen in ihn verlieren.

Dann kann das halt im Endeffekt zur Auslöser einer Kaskade werden, wenn er auch wieder nur einen kleinen Teil verkauft, weil der Markt das einfach abstrafen wird. Weil sie sagen, okay, offensichtlich haben sich die Spielregeln geändert, er macht nicht mehr das, was er die längste Zeit eigentlich gepredigt hat. Und das ist, ich, das Gefährliche, weil dieses ganze Konstrukt MicroStrategy ist sehr reflexiv.

sehr sehr reflexiv. Wenn der MNAV unter eins ist, dann kann er eigentlich nur neue Aktien ausgeben und dafür im Endeffekt diese Dividenden zurückzahlen, was aber bedeutet, er verwässert eigentlich diesen Bitcoin-Multiple-Pro-Share, was auch wiederum nicht das ist, was er verspricht, weil er sagt, genau das will er ja am Ende des Tages für jeden Strategy-Shareholder

Anton (23:02.613) erhöhen, also optimieren.

Und durch diese Reflexivität kann das schon alles zusammenbrechen. Die Frage ist am Ende des Tages immer, wie lange hält dieses Konstrukt eine Stresssituation aus? Und jetzt sind wir, glaube ich, auch schon in einer Höhe von ein paar hundert Millionen, die er an Zinsen zu zahlen hat, für das aber weder der bestehende Cash-Bestand reicht, noch das

was es ja noch immer gibt, operative Geschäft, das Strategy Hard selber reinbringt. Das heißt, irgendwo muss dieses Geld herkommen. Und die Frage ist, wo kriegt das her? Und das hängt wiederum sehr stark davon ab, wie wird der Markt sich entwickeln in der Zeit, bis er dann zur Kasse gebeten wird. Und das ist, glaube ich, das diffizile bei Strategy, das wirklich einzuschätzen.

Martin (23:59.48) Gut, halten wir uns nicht länger mit Strategy auf. Was sich auch, ich würde jetzt gar nicht sagen negativ, aber was halt immer wieder jetzt ein Thema war, ist Ethereum.

Anton (24:02.702) Hm.

Martin (24:15.711) strategische Ausrichtung von Ethereum und da hat es auch einige News gegeben, gerade jetzt im Juni, die sehr viel Aufsehen erweckt haben, nämlich dass viele langjährige Top-Researcher von der Ethereum Foundation, die im Endeffekt für die Entwicklung des Protokolls federführend zuständig ist, die Ethereum Foundation verlassen hat. Dann vielleicht nur kurz aus Kontext.

Anton (24:15.79) Mmh.

Martin (24:42.001) Ethereum hat sehr, sehr stark strategisch auf eine Eskalierung des Netzwerkes über sogenannte Layer-2-Blockchains gesetzt und das hat dazu geführt, dass ein Großteil der Fees der Umsätze bei über 100 Layer-2-Blockchains angesammelt ist und wenig auf der Layer-1 Ethereum Main Chain. Und da entstand schon seit zwei Jahren eine heftige Debatte dazu und

Im März, glaube ich, hat die Ethereum Foundation die Strategie diesbezüglich geändert und unter anderem auch gesagt, sie wollen sich wieder auf die Skalierung von Layer One fokussieren. Und es hat auch einen, gleichzeitig auch die Strategie oder den Fokus noch geschärft auf

sogenannte CROPs, das steht für censorship resistance, also die Dezentralität des Netzwerkes, was ja die große Stärke von Ethereum ist. Open Source, dass es wirklich offen ist. Privacy und Security, also dass die Core-Werte von Ethereum die die Foundation stärken und weiterentwickeln will. Was vielen da fehlt, ist jeglicher Fokus auf Business Development und auch

das Element Ether das Asset. Weil Ethereum, Netzwerk wird nicht funktionieren ohne Ether dem Asset. Und da ist vielen einfach, und da haben viele das Handtuch geworfen, sehr namhafte Ethereum Investoren auch, die sagen, da ist kein Business-Fokus, das ist alles nur Open-Good-Development, was alles schön ist, aber schlussendlich, dass vielen zu wenig ist.

Und jetzt hat das in den, was jetzt, vor einer Woche oder zwei Wochen, glaube ich, wurde bekannt gegeben, eine sogenannte ETH Labs

Anton (26:33.934) Hm.

Martin (26:39.281) ETH Labs gegründet wurde, eine weitere Non-Profit-Organisation, die auch mit der Entwicklung des Protokolls zuständig ist, aber einen stärkeren Fokus auf Tokenomics hat, auf die Rolle des Assets, aber auch generell auf die Weiterentwicklung. Jetzt können wir Sie fragen, warum zwei?

Institutionen konkurrieren die untereinander, da gab es auch eine heftige Debatte, die sagen, ja es ist ein Wettbewerb, aber ein gesunder Wettbewerb, soll es nicht befruchten, sodass sich auch, und da sind viele dieser

die die Foundation verlassen haben, haben diese neue Foundation gegründet. Und das klingt jetzt vielleicht negativ, ist aber bei so einer Open Source Entwicklung nicht unbedingt negativ, wenn sich gewisse Teams auf gewisse Themen stärken. Also das sehe ich eigentlich positiv, auch die handelnden Personen dazu.

Genau und getragen, gesponsert wird diese Foundation, es auch da Ängste gab, okay es gibt hier zu wenig Cash und Funding von der Ethereum Foundation. Diese Lab wird hier gesponsert von Bitmine und SharpLink und Joe Lubin, also große große Investoren, die ein Interesse haben, dass das Ecosystem, das Asset nachhaltig erfolgreich ist.

Genau, und das wurde vor einer Woche announced und jetzt gestern erst ganz, ganz frisch eine weitere Non-Profit-Organisation, die Ethereum Institutions heißt, die sich dann exklusiv auf Business Development fokussiert und zwar auf die Adoption oder im Endeffekt die Finanzindustrie on-Chain zu bringen. Und das ist auch dieses Hauptthema, auch die

Martin (28:25.501) amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde aus regulatorischer Seite versucht zu forcieren, dass eben dieser Finanzmarkt on-chain kommt auf Blockchains. Und da ist die Frage, auf welche Blockchain. Und während Solana und Avalanche und Nia und andere Blockchains viel, viel stärkeren Business Development Fokus haben, hat das bei Ethereum bisher vielen gefehlt. Und das soll diese Institution hier korrigieren.

Anton (28:50.048) Ja, also bin ich super zusammengefasst. Weil du jetzt eben Solana, Avalanche und die anderen erwähnt hast, da muss man halt auch dazu sagen, im Vergleich zu denen setzt sicherlich Ethereum am stärksten auf Dezentralität, wenn man so will, in der Governance. Und das ist historisch auch der Grund, wieso die Ethereum Foundation in vielen Punkten extrem defensiv war.

weil dieses Thema Credible Neutrality für sie über alles gegangen ist. Das war vielleicht aber auch irgendwie so bisschen eine Ausrede, sich abzuwischen, in gewisse andere Themen sich nicht so stark zu involvieren. Ich glaube, Learning oder den einen Vorwurf, man der Ethereum Foundation auf jeden Fall machen muss, ist, dass sie das Thema Layer 2s falsch angegangen sind, wahrscheinlich.

weil man gedacht hat, man kann über die Lea2s die Skalierung darstellen, was ja am Ende des Tages auch sehr sehr erfolgreich war, dass die aber am Ende des Tages zu einem hohen negativen Effekt, wenn man schon, kann man glaube ich auch sagen, haben im Hinblick Value Capture, im Hinblick

eigene Ökosysteme schaffen, die dann halt einfach so fragmentiert sind, dass das vielleicht auch den Netzwerkeffekt von Ethereum untergräbt, man den Endkundenkontakt stärker verliert, weil das halt in sich geschlossene Systeme mit geschlossener Liquidität sind etc. etc. Das, glaube ich, wurde nicht rechtzeitig erkannt. Da versucht man ja jetzt auch gegenzusteuern, hast du ja auch gesagt. Die Ethereum Foundation hat jetzt, glaube ich, zusammengefasst einfach ein viel, viel engeres Mandat.

Auch bei diesen Themen will man diese Layer-1-Blockchain stärken. Man will die durchschlagskräftiger machen am Ende des Tages und man will die Layer-2s zusammenfügen, sodass da auch wirklich aus unterschiedlichen geschlossenen Systemen ein großes Netzwerk entstehen kann. Das sind jetzt von technologischer Sicht die Mandate gepaart mit der Tatsache, dass es für die Ökosystembilder wahrscheinlich

Anton (31:02.388) im Vergleich zu anderen Chains noch immer nicht so gute UR und UX gibt und auch das will man stärken.

Ich finde auch, wie du das gesagt hast, die Neuausrichtung eigentlich gut. Es ist ein fokussierteres Mandat. Man überlässt gewisse Themen anderen Institutionen, die jetzt hier geschaffen worden sind. Ich hätte ja auch vor einem Jahr fast schon erwartet, wie diese Dats aufgekommen sind, dass diese Dats auch diese Rolle von Ökosystembildern und vielleicht sogar ...

verlängerten Business Development Units einnehmen. Das hat man bis dato jetzt noch nicht so gesehen. Ja gut, jetzt geht Bit.My.Hair und fundet eine andere Organisation und okay, auch okay. Dann teilt man sich das halt noch stärker auf. Am Ende des Tages ist es, glaube ich, ein notwendiger Schritt und hoffentlich auch der richtige Schritt. Man gleicht schon so ein bisschen eher, finde ich jetzt, das ist... Ich möchte nicht sagen, man wird ähnlicher wie die anderen.

Aber man passt sich an das das was man sieht bei anderen was funktioniert hat und versucht das auf seine eigene Art und Weise umzusetzen.

Martin (32:03.543) Ja, ich...

Martin (32:10.807) Es ist einfach eine stärkere Marktorientierung durch die anderen Institutionen. Die Ethereum Foundation wird sich auf die Core Values fokussieren. ETH Labs ist viel näher am Markt. Die sprechen auch mit den Bildern, mit den Protokollen etc. Was brauchen sie etc. Das hat vielen gefehlt. Viele haben gesagt, Foundation ist eine Elfenbeinturm, die irgendwas macht und keiner weiß was.

Anton (32:13.975) Genau.

Martin (32:36.919) Und genau, das soll das jetzt ändern. Also man sieht, dass einfach gehandelt wird, ohne dass man diese Neutralität, Dezentralität, was die Stärke von Ethereum ist, aufgibt.

Anton (32:49.77) Ja und vielleicht bei einer Sache möchte ich da jetzt schon noch sagen, bei all der Kritik, die man da sicherlich auch zu einem gewissen Grad gerechtfertigter Weise anbringen kann, wenn man einfach nur auf die nackten Zahlen schaut und sich anschaut...

Wer hat den größten Market Share bei Tokenisierung? Wer hat den größten Market Share bei Stablecoins? Wer hat den größten Market Share bei DeFi? Dann ist hier überall die Antwort Ethereum und der Market Share ist in allen Bereichen über 50%. Also wenn man das jetzt mal umdreht und sagt, du bist der Manager, du hast Scheiße gebaut und du sagst, Entschuldigung, ich bin da Nummer eins, da Nummer eins, da Nummer eins, was wollt ihr eigentlich? Also, na, also das einfach nur zur Einordnung hier. Ich finde die Kritik ist richtig, die ist angebracht, man muss was ändern.

Aber die Marktposition ist noch immer unglaublich dominant.

Martin (33:37.854) Ja, es ist im Endeffekt das gleiche Phänomen, wenn man jetzt eine Finanzinstitution ist und man steht vor der Entscheidung, wo deploy ich dieses, was auch immer, Produkt oder tokenisierte Asset, dann ist halt Ethereum mittlerweile schon...

Anton (33:46.83) Mmh.

Martin (33:52.212) So ein bisschen die Stellung wie, was ist für ein Vergleich, in der IT-Industrie sagt man auch, ok, du wirst nicht gefeuert, wenn du Microsoft oder IBM nimmst. Genau, weil das einfach der Marktführer ist und genauso ist es auch hier. Ethereum hat nie einen Aussetzer gehabt, nie etwas passiert und das ist einfach der Vertrauensvorschuss, der Netzwerkeffekt, der auch schwer zu durchbrechen ist. Gut.

Anton (34:03.208) Ein Fürst,

Anton (34:19.022) Hm.

Martin (34:21.559) Was haben wir noch? Schauen wir mal auf die Uhr. Gestern, vorgestern auch sehr, frisch ein neuer Stablecoin. Grundsätzlich nicht sehr, mittlerweile sehr aufregend, wenn es News gibt zu einem neuen Stablecoin. Das gibt es ja fast wöchentlich. Aber das ist doch ein anderes Kaliber, nennt sich OpenUSD und wird getragen oder unterstützt von 140 Companies.

Und wenn man anschaut, welche Companies da dahinter stehen, dann ist das schon beeindruckend. Also Finanzindustrie, nenne jetzt nur ein paar Namen. Visa, Mastercard, American Express, Stripe, BlackRock, B &Y, Melon, große Banken, Standard Chartered. Dann Tech-Companies wie Google, Shopify, IBM, Samsung. Also wirklich die Top-Companies in Finance, in Payment.

und in Tag und dann auch Coinbase, also auch Krypto-Players und das ist auch spannend, teilweise Player, die selbst einen eigenen Stablecoin schon announced haben. Also sehr, sehr spannend.

Anton (35:38.606) Hast du verstanden, was es heißt, dabei zu sein?

Martin (35:43.8) Es gibt noch nie, ah ist das einmal announced und man sagt Go live Ende 2026. Soweit ich das jetzt verstanden habe ist das durchaus ähnlich wie zu...

von der Struktur, obwohl wie gesagt noch nicht sehr viele Details bekannt sind, wie das Kivalis macht in Europa. Da schließen sich 30 Banken zusammen, eine eigene Company wurde gegründet, die im Endeffekt dann dieses Projekt steuert und ohne jetzt die Details zu wissen, wird es wahrscheinlich so ähnlich sein, je nachdem, wer welchen Beitrag leistet zur Distribution des Stablecoins wird den entsprechenden Anteil an den Umsätzen bekommen.

Das jetzt verifiziert zu haben, aber macht ja nur so Sinn. So, wenn das jetzt 36 Banken für einen, oder 30 Plus Banken für einen europäischen Stablecoin machen, ja, auch in den 140 Companies, wo Tech-Companies sind, die massive Distribution haben für einen US-Dollar Stablecoin, pooh. Dass der CEO von Teta, der mit Abstand größte Stablecoin, emittent.

hat sehr pointiert auf Twitter geschrieben, Spieler 2 tritt dem Spiel bei. Das heißt, er nimmt eigentlich alle anderen gar nicht ernst, inklusive Circle. Aber endlich ist einer, mit dem er sich matchen kann, so auf der Art kommt das hier rüber. Also wird spannend werden. Was auch sehr, interessant ist, die Coinbase Aktie bei dem Announcement

von diesen OpenUSD ist 14 % eingebrochen. Warum? Kontext für die Zuhörer. Coinbase ist die Plattform, die am stärksten CircleUSD im Umlauf bringt und dafür einen starken Cut bekommt. Oder? Warte mal jetzt.

Anton (37:28.686) Ja logisch, das macht irgendwie Sinn.

Anton (37:43.63) 50 %

Anton (37:48.078) 50 % der Fees, die Circle.

Martin (37:52.253) Warte mal, jetzt müssen wir schauen, dass wir keinen Blödsinn haben. War das Circle oder CoemBest, die da eingebrochen sind?

Weil schneiden wir das raus, bevor wir da jetzt irgendeinen Blödsinn sagen. Bin mir jetzt nicht einmal 100 Prozent sicher.

Anton (38:01.102) Mmh, ja.

Martin (38:07.057) Ja, sag du was.

Anton (38:08.938) Was ja auch spannend ist, dass in diesem Announcement gesagt wurde, dass sie Multi-Chain diese Stablecoin in Umlauf bringen wollen und dass sie mit Solano und Ethereum beginnen, was irgendwo eine logische Wahl ist, aber insbesondere im Kontext von einer Stripe und auch einer Circle, sag ich mal...

Corporate Stablecoin Chain, die zwar öffentlich ist, die ja in den letzten Monaten angestoßen wurde, dann doch auch wieder interessant, dass man hier nicht seine eigene Chain bauen will. Das finde ich positiv, das finde ich sehr sehr positiv und ist glaube ich auch ein richtig gutes Signal an den Markt.

Martin (38:54.139) Ja, absolut. Und deswegen ist es umso erstaunlicher, dass auch Stripe da mitmacht, obwohl finanzierende Faktoren großen Competitor... Also ja, wird man sehen, da jetzt rauskommt und wie viel da jetzt Marketing-Announcement ist und was dann wirklich Substanz hat. Gut, vielleicht ein letztes Thema, weil es einem gewissen Kontext auch interessant ist.

Standard Chartered, eine sehr große Bank weltweit, hat innerhalb von kurzer Folge im Juni zwei Research Reports zu zwei TIFAR-Protokollen veröffentlicht. Zum einen Uniswap und zum anderen AWE und da sehe ich...

bullische Kursprognosen für 2030 in den Raum gestellt. Ich das Uniswap wäre eine 37x-Verfachung prognostiziert und bei AW ähnliche Dimensionen. ich jetzt gar nicht auswendig, aber die zugrunde liegende These ist, dass die tokenisierten Assets sich

glaube, vor zehnfachen von heute 340 Milliarden auf 3-4 Billionen Dollar. Und gleichzeitig der Anteil, der davon on-Chain auf D-Fib passieren wird von …

derzeit 3-4 % auf 30 % ansteigen wird. Also beides durchaus, ja, bullische Prognosen, aus der sie dann den Preis ableiten. Aber das ist eigentlich gar nicht, glaube ich, das Entscheidende. Das Entscheidende ist einfach, auch wir haben Uniswap und Aave Investment-Thesen und die sind durchaus ähnlich, aber das Entscheidende ist, hier eine sehr, sehr traditionelle Bank

Martin (40:51.057) beginnt DeFi-Protokolle zu covern. Das ist schon spannend, finde ich. Wie siehst du das?

Anton (40:55.598) Genau so wie du. mein, in aller Fähre muss man sagen, das ist closest to home as it can get für die und deren Analysten, wenn man so will. Ein default Geschäftsmodell ist dann doch sehr, ähnlich zu dem, was wir in der traditionellen Finanzwelt sehen. Die, es schon bei nicht ganz so einfachen Use Cases wie bei einer Layer-1-Blockchain gemacht haben, haben sich teilweise extrem ins Knie geschossen und

Martin (41:06.391) Ja, richtig.

Anton (41:24.75) sehr unglaubwürdige Zahlen da in den Himmel gemalt. Aber so wie du sagst, die Hauptaussage ist, das sind Assets, die jetzt gecovert werden, weil sie als strukturelle Profiteure von einem großen Wandel, der da Tokenisierung ist, erkannt werden. Und das ist das Wichtige. Weil diese Einsicht hat sich leider noch nicht wirklich rumgesprochen. Und

Diese Erkenntnis ist eigentlich der erste Schritt.

sich stärker mit diesem Markt auseinanderzusetzen und als Investor sich auch in Position zu bringen. Weil einer EI-Aktie nachzulaufen, wenn die Preise hochgehen, das kann ja jeder. Aber mit einer Weitsicht agieren, strukturelle Umbrüche analysieren, zu beziffern und Player zu identifizieren, die davon profitieren können, das ist dann wieder ein Anlassspiel. Das ist dann den Profis wahrscheinlich vorbehalten.

Martin (42:27.767) Ja und es zeigt auch, dass einfach mehr Awareness ist, dass es mehr gibt als Bitcoin und Ethereum. das wird, ja es ist jetzt Standard-Charted ein, aber das wird in vielen Bereichen so sein, immer mehr verstehen, was da eigentlich darüber hinaus alles versteckt ist, unter Anführungszeichen, und nicht mehr auf Memcoins geschaut wird oder auf sonstigen Bullshit.

Anton (42:53.524) Alright, belassen wir's dabei.

Martin (42:54.352) Gut, in diesem Sinne, bis nächste Woche.

Anton (42:57.588) Bis nächste Woche. und bitte abonnieren. Wenn euch das gefallen hat, bitte abonnieren. Wir freuen uns darauf, wenn ihr uns auf diese Art Weise unterstützen könntet. Und Vorteil für euch, wie die nächste Folge gibt es sozusagen direkt bei euch in die Playlist reingespielt.

Martin (43:15.671) Jetzt es wieder fast vergessen. Alles klar, bis dann!

Die Hosts
Anton Werner
Anton Werner
Co-Founder Fountainhead Digital

Anton Werner begann seine Laufbahn nicht bei Digital Assets – doch jeder Schritt führte ihn dorthin. Statt einer Private-Equity-Karriere zog es ihn 2011 nach Berlin: Er war am Aufbau führender E-Commerce-Unternehmen beteiligt und gründete ein eigenes Travel-Startup, das er erfolgreich verkaufte. Über das klassische (Web2-)Venture-Capital fand er zu Krypto – und erkannte darin nicht nur eine Anlageklasse, sondern das Fundament eines offeneren, faireren Internets. Seine Überzeugung: Krypto ist liquides Venture-Capital, doch ohne disziplinierte, datenbasierte Portfolioverwaltung fressen Volatilität und Emotionen jede Rendite. Bei Fountainhead Digital integriert er Digital Assets für Vermögensverwalter – strukturiert, compliant und risikooptimiert.

Martin Bechter
Martin Bechter
Co-Founder Fountainhead Digital

Martin Bechter beschäftigt sich seit 2017 mit Krypto – anfangs skeptisch, heute überzeugt. Mit über einem Jahrzehnt in Corporate Finance und klassischem (Web2-)Venture-Capital betrachtet er die junge Anlageklasse als Investor, Operator und Stratege zugleich. Vor allem will er eine oft missverstandene Technologie verständlich machen – sachlich, vom Grundprinzip her gedacht und ohne Hype. Als Co-Founder von Fountainhead Digital entwickelt er Krypto-Investmentstrategien für professionelle Anleger.

Ein Podcast unterstützt von Fountainhead.Digital
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