Was passiert, wenn der Staat zum ersten Mal weiß, wer Crypto Assets hält?
Florian Wimmer ist Mitgründer und CEO von Blockpit, einer der führenden europäischen Plattformen für Crypto-Steuerreports und Portfolio-Tracking. Er hat Software Engineering studiert, war fast fünf Jahre bei KPMG und hat 2017 aus dem eigenen Steuerproblem heraus gegründet. Heute deckt Blockpit die Steuer-Frameworks von 36 Ländern ab und bietet Lösungen für Privatanleger, Institutionen und Finanzbehörden. Damit ist er der ideale Gesprächspartner für die Frage, was sich 2026 an der Schnittstelle von Crypto, Steuerrecht und Regulierung tatsächlich ändert und was das für Anleger bedeutet.
🎙 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐚𝐛𝐨𝐧𝐧𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧.
Themen in dieser Folge
🔹 Drei Crypto-Steuermodelle im DACH-Raum: Deutschland, Österreich und die Schweiz behandeln Crypto Assets steuerlich grundlegend unterschiedlich, und ein Land steht mit seiner Lösung weltweit allein.
🔹 Die Debatte um die steuerfreie Haltefrist in Deutschland:** Wer heute über ein Jahr hält, zahlt null. Käme das diskutierte Modell, wären es wohl 25 Prozent plus Soli, während der kurzfristige Trader von bis zu 45 Prozent auf denselben Satz herunterkäme.
🔹 DAC8 ist seit Anfang des Jahres in Kraft: Welche Daten Cryptobörsen ab jetzt an die Finanzbehörden melden müssen, wann diese Daten das erste Mal fließen und was das für Anleger bedeutet.
🔹 Der Engpass, an den kaum jemand denkt: Was nützt eine korrekte Steuererklärung, wenn die Bank das Geld nicht annimmt? Florian erklärt die Anforderungen an einen Mittelnachweis.
🔹 Der Brief vom Finanzamt: Warum es nur eine Chance zur Offenlegung gibt und ab wann daraus vorsätzliche Steuerhinterziehung wird.
🔹 Steuerabzug per Smart Contract: Technisch umsetzbar, sagt Florian, und erklärt im gleichen Atemzug, woran es trotzdem scheitern wird.
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Anton Werner begann seine Laufbahn nicht bei Digital Assets – doch jeder Schritt führte ihn dorthin. Statt einer Private-Equity-Karriere zog es ihn 2011 nach Berlin: Er war am Aufbau führender E-Commerce-Unternehmen beteiligt und gründete ein eigenes Travel-Startup, das er erfolgreich verkaufte. Über das klassische (Web2-)Venture-Capital fand er zu Krypto – und erkannte darin nicht nur eine Anlageklasse, sondern das Fundament eines offeneren, faireren Internets. Seine Überzeugung: Krypto ist liquides Venture-Capital, doch ohne disziplinierte, datenbasierte Portfolioverwaltung fressen Volatilität und Emotionen jede Rendite. Bei Fountainhead Digital integriert er Digital Assets für Vermögensverwalter – strukturiert, compliant und risikooptimiert.

Martin Bechter beschäftigt sich seit 2017 mit Krypto – anfangs skeptisch, heute überzeugt. Mit über einem Jahrzehnt in Corporate Finance und klassischem (Web2-)Venture-Capital betrachtet er die junge Anlageklasse als Investor, Operator und Stratege zugleich. Vor allem will er eine oft missverstandene Technologie verständlich machen – sachlich, vom Grundprinzip her gedacht und ohne Hype. Als Co-Founder von Fountainhead Digital entwickelt er Krypto-Investmentstrategien für professionelle Anleger.