20. Februar 2026·60 min
#17 | Vom Crypto-Skeptiker zum Vorreiter: Was Stefan Lettmeier (V-Bank) Vermögensverwaltern rät

#17 | Vom Crypto-Skeptiker zum Vorreiter: Was Stefan Lettmeier (V-Bank) Vermögensverwaltern rät

Crypto ist längst kein exotisches Retail-Phänomen mehr.

Rund 25 % der unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland sind bereits investiert – weitere 20 % planen den Einstieg.

Die V-Bank bereitet sich seit Jahren auf diesen Wandel vor – technologisch, strategisch und regulatorisch.

Für Vermögensverwalter ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich zu positionieren – auch mit Blick auf den anstehenden Generationenwechsel und veränderte Kundenpräferenzen.

Die V-Bank unterstützt ihre Kunden aktiv bei dieser Transformation.

Darüber – und über die Zukunft digitaler Vermögensverwaltung – sprechen wir in dieser Folge mit dem Mitgründer und Vorstand der V-Bank, Stefan Lettmeier.

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Moderation: Unser heutiger Gast ist Stefan Lettmeier, Mitgründer und Vorstandsmitglied der V-Bank, der Depotbank von 90 % der unabhängigen Vermögensverwalter Deutschlands. Vor über 20 Jahren hat er bereits den digitalen Wandel im Banking aktiv mitgestaltet. Jetzt will er auch die nächste Welle prägen, mit digitalen Assets als Teil einer neuen Finanzinfrastruktur und moderner Vermögensverwaltung. Stefan, wir freuen uns, dass du heute bei uns zu Gast bist. Herzlich willkommen bei Krypto im Kontext.

Stefan Lettmeier: Ja, super. Ich freue mich auch, dass ich dabei sein kann. Hallo euch beiden. Ich bin sehr gespannt, was jetzt auf mich zukommt.

Moderation: Gut, Stefan, dann legen wir doch gleich los. Du hast mit der V-Bank den Weg für viele unabhängige Vermögensverwalter geebnet, und du warst schon früh überzeugt, dass Technologie die Branche verändern wird. Nimm uns doch mal mit auf die Reise: Was hast du vor der Gründung der V-Bank gemacht, und wie kam es überhaupt zur Gründung der V-Bank?

Stefan Lettmeier: Da könnte ich jetzt viel erzählen, aber ich möchte ganz weit vorne beginnen. Ich bin im ländlichen Oberbayern aufgewachsen und bin der Sohn eines Metzgermeisters, der eine eigene Metzgerei und eine Gaststätte mit eigenem Saal hatte. Warum erzähle ich das? Weil ich dort das Unternehmertum ein Stück weit gelernt habe, weil man dort entsprechend mit anpacken musste und wollte. Es hat mir auch Spaß gemacht, aber ich glaube, das Thema Unternehmertum, Risikobewusstsein und Risiko eingehen wurde mir dort in die Gene gelegt.

Ich habe 1982 eine Ausbildung bei der damaligen Hypo-Bank in München begonnen und Bankkaufmann gelernt. Mit 28 habe ich dann als Spätberufener ein Studium gemacht, Betriebswirtschaftslehre, und war 16 Jahre bei der HVB. Dort habe ich verschiedenste Projekte gemacht, unter anderem die Neueröffnungen von Filialen in den neuen Bundesländern Anfang der 90er Jahre, und ich habe die Fusion der Hypo-Bank mit der Vereinsbank als Prozessmanager begleitet. Ich musste die Prozesse für die gemeinsame Bank definieren.

Dann habe ich die Augen aufgehalten, weil ich dachte, nach so spannenden Projekten muss ich etwas anderes machen, und habe einen Anruf von Dr. Roland Folz von der DAB, der Direkt Anlage Bank, bekommen, dass sie jemanden für diese neue Direktbank brauchen. Gemeinsam mit Matthias Kröner war Dr. Roland Folz dort Vorstand. Ich habe in diesem Telefonat gleich zugesagt, weil es mir wahnsinnig spannend vorkam. Vier Wochen vor meinem ersten Tag bekam ich noch einen Anruf, dass die Bereichsleiterin für die Kundenbetreuung im Retail-Geschäft schwanger geworden sei, und ob ich mir vorstellen könne, auch dieses Team zu übernehmen. Ich habe auch in diesem Telefonat gleich zugesagt und war dann auf einmal Leiter Privatkundengeschäft für die DAB, die damals Direkt Anlage Bank hieß. Damit habe ich meine erste Führungsposition aufgenommen, immerhin mit 300 Leuten inklusive Callcenter und Beschwerdemanagement.

Die DAB war sehr spannend, weil es ganz am Anfang darum ging, ein Telefonbanking aufzubauen. Mittlerweile wird das alles wieder abgebaut, weil es Alternativen gibt, aber damals haben wir das Telefonbanking aufgenommen, und man konnte sich tatsächlich nicht vorstellen, dass ein Kunde telefonisch eine Überweisung abgibt. Vorher war es so, die Jüngeren wissen das gar nicht, dass man an einen Schalter ging und sich den Überweisungsträger vom Schaltermitarbeiter ausfüllen ließ. Wir haben die Revolution gemacht, dass man das auch telefonisch machen konnte.

Moderation: Wann war das ungefähr?

Stefan Lettmeier: Das war Ende der 90er Jahre, der Jahrtausendwechsel war noch nicht. Wir haben dann aber relativ schnell begonnen, neben dem Telefonbanking auch ein Internetbanking aufzunehmen, und auch das war absolut revolutionär. So, wie man es sich heute gar nicht mehr anders vorstellen kann, war das damals komplett neu. Und es gab unfassbar viele Menschen, die sagten: Das setzt sich nie durch, es kann nicht funktionieren, dafür gibt es doch die Schalter und die Filialbanken. Trotzdem haben wir das durchgesetzt. Ich kann mich gut erinnern, damals waren die DAB und Consors aus Nürnberg die Marktführer, wenn es ums Direktbanking ging. Ich glaube, dass wir für die Branche einiges gemacht haben, denn genau genommen ist alles, was damals die DAB und Consors gebaut haben, heute kompletter Standard bei jeder einzelnen Bank. Ich erzähle das so genau, weil ich glaube, dass auch das Hauptthema, das wir heute haben, irgendwann zum Standard wird. Deswegen ist es vielleicht jetzt revolutionär und neu, und man kann es sich gar nicht vorstellen, aber ich glaube, dass auch das eine komplette Normalität wird.

Die DAB hat seit 1995 ein zweites Standbein aufgebaut. Neben dem klassischen Retail-Geschäft, also den Selbstentscheidern, die bei der Direkt Anlage Bank ein Konto eröffnet hatten, haben wir gesagt, wir müssen ein zweites Bein aufstellen. Das war die Geburtsstunde des Geschäfts mit unabhängigen Vermögensverwaltern. Wir haben konventionelle Berater von konventionellen Banken, Commerzbank, HypoVereinsbank oder wo auch immer, gefragt: Hättest du nicht Lust, in die Selbständigkeit zu gehen und eine Vermögensverwaltung aufzubauen? Wir helfen dir dabei, mit einem kleinen Unternehmerdarlehen, und wir würden dir helfen, den Antrag bei der BaFin zu stellen. So kam es, dass immer mehr unabhängige Vermögensverwalter in Deutschland ins Leben gerufen wurden, die dann über uns ihr Geschäft abgewickelt haben.

Moderation: Das heißt, in der Tech-Welt würde man heute sagen, ihr wart eigentlich ein Inkubator von Vermögensverwaltern. Ihr habt die eigentlich ermöglicht, oder?

Stefan Lettmeier: Ganz sicher nicht für alle. Viele sind auch selbst auf die Idee gekommen, aber wir haben ein bisschen Anschub gemacht, weil wir gesagt haben, dieses Geschäftsmodell wollen wir aufbauen, und je mehr das machen, desto besser. Bei ein paar ist es ganz sicher so.

Die DAB war damals Tochter der HVB, und die HVB wurde von der italienischen Bank UniCredit übernommen. UniCredit hat natürlich erst das Mutterhaus evaluiert, und irgendwann kamen auch die Töchter dran, also die Direkt Anlage Bank. Dann haben wir festgestellt, dass Fragen aufkamen, die einen, wenn man so eine Idee hat, ein bisschen ins Herz treffen. Jeder, der schon mal selbständig etwas gemacht hat, kann das vielleicht nachvollziehen. Auf jeden Fall haben wir uns dann entschieden, das müssen wir irgendwie anders machen. Das war letztendlich die Geburtsstunde, oder der erste Impuls, für die Idee, selbst eine Bank zu gründen.

Gemeinsam mit Jens Hagemann und Robert Weer haben wir die Idee geschmiedet, einen Businessplan gemacht und überlegt, was die besten Prozesse sind und welche Systeme wir nutzen. Wir haben relativ schnell geschaut, wie viele Mitarbeiter wir brauchen, und am Markt gesucht, wo wir die Besten bekommen, die dieses Geschäft durchführen können. Und Kapital braucht man natürlich auch. Jetzt kommen genau die ins Spiel, denen wir in die Selbständigkeit geholfen haben. Wir haben bei ihnen vorgesprochen und gesagt: Schau mal her, wir hätten eine Idee, wir wollen eine Bank gründen. Ausnahmslos alle haben gesagt: Klar, da unterstützen wir, da geben wir Kapital dazu. Wir haben dann noch einen Ankerinvestor gefunden, die Wüstenrot & Württembergische, und im Februar 2008 kam der positive Bescheid der BaFin, dass wir die Vollbanklizenz haben. 2008 haben wir dann unsere Pforten eröffnet, erst mit einem kleinen Friends-and-Family-Programm, und dann ging es los. So haben wir die V-Bank, das ist jetzt 18 Jahre her, eröffnet.

Moderation: Spannend. Sind die Zahlen öffentlich? Wie viele von euren Aktionären sind Vermögensverwalter?

Stefan Lettmeier: Wir haben insgesamt rund 100 Aktionäre. Wir selbst sind natürlich auch ins Risiko gegangen und sind ebenfalls Aktionäre, und wir haben ein paar dazugewonnen, aber im Kern sind die Gründungsaktionäre von den Vermögensverwaltern bis heute immer noch Aktionäre, weil es gar kein so schlechtes Investment ist, in die V-Bank investiert zu sein.

Moderation: Hilft euch das, wenn ein Großteil der Anteilseigner auch eure Kunden sind, im Verständnis dessen, was ihr macht?

Stefan Lettmeier: Na ja, das ist klar: Wenn man eine Depotbank wie uns braucht, und es gibt mehrere Depotbanken, und wenn bei gleicher Qualität, und hoffentlich sind wir ein bisschen besser als unsere Wettbewerber, das ist zumindest unser Ziel, ein Vermögensverwalter gleichzeitig in diese Bank investiert ist, dann schickt er im Zweifel einen Neukunden zu uns. Das war schon ein strategischer Zweck, dass wir unsere Vermögensverwalter als Aktionäre aufnehmen.

Moderation: Fast schon wie ein genossenschaftliches Modell.

Stefan Lettmeier: Ja, genau.

Moderation: Das ist vielleicht sowieso eine grundsätzlich spannende Frage: Wie kann man sich als Depotbank vom Wettbewerb differenzieren?

Stefan Lettmeier: Das ist eine gute Frage. Dazu muss ich vielleicht erklären, was eigentlich unser Geschäftszweck ist, was wir eigentlich machen. Es ist ein bisschen langweilig, was ich erzähle, weil das, was wir machen, eigentlich relativ langweilig ist. Wir verwahren das Wertpapiervermögen. Das Konstrukt ist so: Der unabhängige Vermögensverwalter hat seine Endkunden, normalerweise vermögende Privatkunden, die die Vermögensverwaltungsdienstleistung von ihm haben wollen. Warum machen die das? Weil sie entweder selbst kein Know-how, keine Zeit oder keine Lust haben. Es gibt unterschiedliche Gründe, aber sie sagen: Ich möchte mein Vermögen in professionelle Hände geben, und dafür gibt es den unabhängigen Vermögensverwalter. Dieser Endkunde macht mit uns einen Konto- und Depotvertrag und bevollmächtigt den Vermögensverwalter, und kraft dieser Vollmacht macht der Vermögensverwalter seine Wertpapierallokation über uns. Er gibt uns Kauf- und Verkaufsorders, wir nehmen die entgegen, routen sie an irgendeine Börse dieser Welt, rechnen das Ganze ab, und dann gibt es eine Abrechnung, eine Steuerbescheinigung und ein Reporting. Kurz gesagt: Wir verwahren die Wertpapiere und neuerdings auch die digitalen Wertpapiere oder Kryptos in unserer Sphäre und machen Wertpapierkommissionsgeschäft. Wir nehmen den Wertpapierauftrag entgegen und rechnen ihn ab. Zusätzlich machen wir ein bisschen Lombardkredit und ein bisschen Zahlungsverkehr, nämlich genau den Zahlungsverkehr, den es braucht, um eine Vermögensverwaltung abzuwickeln. Wenn etwas fällig wird, können wir das weiter überweisen, und der Kunde muss natürlich erst das Geld überweisen, um überhaupt die Wertpapier- oder Kryptoanlage zu machen. Da verirrt sich mal ein Dauerauftrag oder die eine oder andere Gehaltszahlung, aber grundsätzlich ist das alles, was wir im Zahlungsverkehr machen. Wenn man so will: Verwahrung, Kommissionshandel, Lombardkredit und Zahlungsverkehr. Das ist unser Geschäftsmodell. Natürlich bieten wir außenrum ein paar Services an, um das schöner, besser, schneller und kundenorientierter zu machen, aber das Kerngeschäft ist genau das.

Und jetzt ist die Frage, wie wir uns differenzieren können. Per se differenzieren wir uns im Rahmen unseres Geschäftsmodells dadurch, dass wir nur im B2B2C-Modell tätig sind. Bei uns gibt es im Grunde keinen Direktkunden, es gibt ein paar Ausnahmen, aber im Grunde gibt es ihn nicht. Das heißt, ein Vermögensverwalter kann sich darauf verlassen, dass er innerhalb unseres Hauses keine Konkurrenz hat. Wenn er zu einer anderen Bank geht, nehmen wir mal die UBS als Beispiel, dann haben die natürlich auch ein Vermögensverwaltergeschäft, in der Schweiz ein EAM-Geschäft, und gleichzeitig ein eigenes Wealth Management. Wenn ein vermögender Privatkunde den Vermögensverwalter kündigt, aus welchen Gründen auch immer, dann ist er in dem Augenblick Direktkunde der UBS, und dann geht das Wealth Management in diesen Fällen, und nur in diesen Fällen, auf den Kunden zu und sagt: Wir können dich auch selbst betreuen. Bei uns ist es so: Wenn ein Endkunde einen Vermögensverwalter kündigt, dann versuchen wir natürlich, ihm zu helfen, eine Alternative zu finden, aber am Ende des Tages würden wir den Kunden kündigen. Das finden die Vermögensverwalter gut, dass wir keine Konkurrenz im eigenen Haus sind. Das ist ein ganz wichtiges Differenzierungsmerkmal.

Das Zweite ist: Ein Vermögensverwalter kann sich bei uns beteiligen. Das gibt es auch nicht so häufig, ich kenne keine andere Bank, die das macht. Und dann ist, das muss man jetzt glauben oder nicht, für uns Kundenorientierung unfassbar wichtig, und sie ist jedem Mitarbeiter in die Gene geschrieben. In der Produktwelt können wir uns nicht richtig differenzieren, wir haben keine eigenen Produkte, sondern wir bieten das Wertpapieruniversum an, das in Deutschland zulässig ist. Das bieten andere auch an. Wir differenzieren uns dadurch, dass bei uns jemand ans Telefon geht, und wenn mal besetzt ist, rufen wir definitiv zurück. Wir sind freundlich, fachlich kompetent und legen uns ins Zeug, dass der Kunde zufriedengestellt wird. Gelingt das immer? Nein, leider nicht immer, das ist so. Aber es steckt ganz tief in unserem Slogan: Wir wollen so persönlich wie möglich und so digital wie möglich sein. Es gibt andere, die sagen, wir wollen so digital wie möglich sein, das ist auch redlich, und die setzen dafür Hotlines außer Betrieb. Das machen wir nicht, bei uns geht immer jemand ans Telefon. Wir haben einen eigenen Wertpapierhandel mit fast 20 Mitarbeitern, wo man Orders auch telefonisch abgeben kann, weil es bei manchen Orders wichtig ist, dass man kurz abspricht, wo man hingeht, ob man scheibchenweise kauft oder verkauft, weil wir relativ große Tickets haben. Das Thema Persönlichkeit ist für uns ein ganz wichtiges, und da, behaupte ich, differenzieren wir uns auch. Das sind die wesentlichen Punkte, wo wir uns differenzieren können.

Moderation: Stefan, eine Frage, die zu dem Thema passt, zu dem wir gleich kommen: diese Evolution der Digitalisierung im klassischen Wertpapierhandel. Habt ihr das proaktiv forciert für die Vermögensverwalter, oder pushen die Vermögensverwalter euch, oder ist das ein gegenseitiges Weiterentwickeln im Sinne der Digitalisierung?

Stefan Lettmeier: Das kann man zweischichtig aufbauen. Das eine ist das klassische Wertpapiergeschäft. Da ist Digitalisierung natürlich gegeben, wir bieten eine internetbasierte Möglichkeit, Orders abzugeben, und da muss man am Ball bleiben, den Wettbewerb beobachten und schauen, was State of the Art ist. Was vor zwei Jahren State of the Art war, ist heute nicht mehr State of the Art. Da investieren wir richtig viel Geld, dass man einen vernünftigen digitalen Auftritt hat. Das andere sind grundsätzlich neue Technologien wie Blockchain und künstliche Intelligenz. Da behaupte ich, dass wir in unserer Branche schon ein Stück weit Vorreiter sind und uns selbst treiben. Wenn unser Kerngeschäft die Verwahrung eines Wertpapieruniversums ist und wir uns nicht damit auseinandersetzen würden, welche Möglichkeiten mit der Blockchain zukünftig möglich sind, dann wären wir falsch beraten, dann würden wir definitiv etwas falsch machen, weil ich glaube, dass diese Technologie mindestens das Potenzial hat, die bisherigen Prozesse ein Stück weit aufzulösen. Es ist also getrieben von Kundenwünschen und davon, wie der Wettbewerb unterwegs ist, und ein paar Dinge sind intrinsisch getrieben, wo wir sagen: Das müssen wir machen.

Moderation: Alles klar. Ich glaube, das ist ein guter Zeitpunkt, zum Thema Krypto und Blockchain zu kommen. Stefan, wie kam das bei der V-Bank eigentlich? Wann kam das Thema das erste Mal auf? Kam das von Mitarbeitern, kam das von dir, oder wie kam hier der Prozess, sich dem Thema Blockchain, Krypto, Digital Asset, wie auch immer man es nennen möchte, anzunähern?

Stefan Lettmeier: Von wem es genau kommt, kann ich gar nicht so richtig sagen, wie immer kann man das nicht so genau sagen. Aber ich kann sagen, wie ich dazu gekommen bin, und vielleicht hat es ein bisschen damit zu tun, dass wir es auch in der Bank haben. Ich wohne in Oberbayern in einem kleinen Dorf, und da trifft man sich immer wieder mal zum wöchentlichen Abendbier am Freitag, da war so ein Stammtisch. Wenn sich alle meine Freunde zusammensetzen, schauen sie immer mich an, wenn es um Geld geht, warum auch immer. Und einer davon hat gesagt, er habe sich jetzt einen Bitcoin gekauft. Und dann sage ich, wie man das als ordentlicher Bänker natürlich macht: Lass die Finger davon, das ist Teufelszeug, das sind illegale Gelder, das solltest du nicht machen, ohne dass ich ehrlicherweise sehr genau gewusst hätte, was das eigentlich ist.

Moderation: Wann war das ungefähr, dieses Gespräch?

Stefan Lettmeier: Das war 2018. Vorher hatte ich immer wieder ein bisschen etwas gehört, nämlich genau die Vorurteile, die ich gerade gesagt habe, und die habe ich dann auch weitergeplappert. Am Samstag darauf, das Gespräch war an einem Freitag, habe ich mir dann ein paar Satoshis gekauft, über, was war das, Bitcoin.com, kann das sein? Ich habe es mir gekauft, ohne genau gewusst zu haben, was das eigentlich ist. Und wie das dann immer so ist, informiert man sich ein bisschen und liest etwas nach. Ich habe relativ früh YouTube-Videos darüber gehört, da gibt es ein paar Müllsachen und ganz gute Sachen, die man sich anhört, und habe irgendwann entdeckt, dass das etwas Einzigartiges ist. Dass es begrenzt ist, dass es dezentral ist, das fasziniert mich ehrlicherweise, obwohl ich Bänker bin, dass so etwas funktioniert. So bin ich vom Laien, der nichts ahnt, immer mehr hineingewachsen.

Und irgendwann diskutiert man das auch mal in der Bank, beim Mittagessen oder beim Kaffee: Ich habe jetzt in Bitcoin investiert, irgendwie cool, und es schaut eigentlich ganz gut aus. Und dann hat, wie ein Zufall, ein Mitarbeiter von mir sofort darauf angesprungen, weil er ein absoluter Fachmann zum Thema Ethereum war. Er war ein totaler Fan, das ist Marcel Ulmann, vielleicht auch bekannt. Wenn ihr das veröffentlicht, könnt ihr ihn auch verlinken, weil wir nächtelang darüber gesprochen haben. Er hat mir erklärt, was Ethereum im Unterschied zu Bitcoin ist, und das ist ein signifikanter, kompletter Unterschied. Er hat mir ein paar Dinge gesagt, welche Use Cases es gibt, und mir beigebracht, wie man auf der Blockchain oder über Uniswap ein paar DeFi-Dinge macht, wie zum Beispiel Liquidity Providing oder Lending. Das haben wir dann gemacht, und ich habe festgestellt: Wahnsinn, da bekomme ich 6, 7, 8, 9 % Rendite, und es kommt irgendwie jeden dritten Tag ganz automatisch auf mein Wallet drauf. Das ist ja unglaublich, wie kann es sein, dass das nicht die breite Masse macht? Na ja, das ist immer noch nicht so wahnsinnig benutzerfreundlich, um es so zu sagen. Aber mittlerweile bieten auch Dienstleister wie Bitpanda oder Coinbase an, dass man Staking-Möglichkeiten und solche Sachen macht. Das fand ich auch wahnsinnig interessant.

Und dann haben wir auch darüber gesprochen: Es gibt das Tokenisieren. So bin ich ein bisschen in die Tokenisierungsbranche reingekommen und habe festgestellt, da gibt es Möglichkeiten, zum Beispiel digitales Geld zu tokenisieren. Es gibt digitales Geld auf der Ethereum-Plattform, und das muss man ja erst mal alles verstehen. Und dann ging es weiter, dass man eigentlich alle Vermögenswerte tokenisieren kann, und wenn es tokenisiert ist, ist die Übergabe und der Transfer viel einfacher. Dann kam irgendwann der Gedanke auf: Wenn unser Geschäftsmodell in der V-Bank die Verwahrung von Wertpapieren ist, und wenn man verstanden hat, dass ein Wertpapier irgendwann, oder jetzt schon in Teilen und irgendwann komplett, ein Token ist, dann wäre es geradezu fahrlässig, wenn wir uns als Bank damit nicht beschäftigen würden, weil das, wie gesagt, unser Geschäftsmodell ablösen kann. Das haben wir dann in unseren Strategiemeetings in der V-Bank besprochen und gesagt: Das müssen wir tiefer legen, und wir müssen eine seriöse Beratungsgesellschaft nehmen, die uns Möglichkeiten und Visionen prüft, um nicht irgendeine Spinnerei zu machen. Wir haben Roland Berger beauftragt: Macht doch mal eine Zukunftsanalyse, wie Tokenisierung in der Zukunft aussieht. Das war 2020, 2021, hat also relativ lange gedauert. Dort ist relativ eindeutig herausgekommen, dass es wichtig ist, dass wir uns damit beschäftigen und diesen Geschäftszweig aufbauen. Und wie es heute oft in solchen Projekten ist, fand der damalige Projektmanager von Roland Berger es so spannend, das mit uns zu machen, dass ich gleich gesagt habe: Du, bleib doch bei uns. Das war Rafael Neuberger, der dann gleich den neu gegründeten Bereich Digital Assets geleitet hat. Er hat sich noch zwei Mitarbeiter geholt, wir haben das Ganze auf sehr Low-Budget-Art aufgebaut. Das Erste, was man dann macht, ist, dass man sich die Lizenz holt, nämlich die Kryptoverwahrlizenz. Das war damals wichtig für uns, weil wir die Verwahrung in jedem Fall selbst machen wollten. Das kann man natürlich auch outsourcen, aber dann ist der Kunde weg. Ich habe in meiner Ausbildung 1982 relativ schnell gelernt: Gib niemals einen Kunden aus der Hand. Wenn er schon mal da ist, dann muss er auch bei uns bleiben. Deswegen haben wir die Kryptoverwahrlizenz bei der BaFin beantragt. Die haben wir dann als zweite Depotbank bekommen, die Commerzbank war vier Wochen vor uns dran, das hat mich echt ein bisschen geärgert, ich wollte eigentlich die Erste sein. Seitdem machen wir das Geschäft. Das ist die vollumfängliche Story, wie wir darauf gekommen sind.

Man muss dazu sagen: Wenn die V-Bank das Wertpapieruniversum anbietet und ein Vermögensverwalter entscheidet, was genau aus diesem Universum das Richtige ist, um es in die Vermögensverwaltung zu legen, dann gehören dazu natürlich auch Krypto-Coins, ganz sicher nicht alle, aber die Top 10 gehören schon dazu. Wenn der Vermögensverwalter meint, ein Bitcoin, Ethereum, Solana oder was auch immer gehört in die moderne Vermögensverwaltung, dann müssen wir ihm die Möglichkeit bieten. Das ist ein logischer Schritt. Das andere ist: Wenn man so lange im Wertpapierabwicklungsgeschäft beschäftigt ist wie ich, dann weiß man, dass es Prozesse gibt, die man nicht für möglich halten will. Da ist ein Fax immer noch ein gängiges Mittel. Wenn wir heute einen Depotübertrag haben, gibt es einzelne Fonds, die dauern bis zu drei, vier, fünf Wochen, bis sie vom Depot A zum Depot B sind. Da gehört definitiv eine Digitalisierung dazu. Können wir die allein machen? Natürlich nicht. Aber ich sehe das Potenzial: Wenn alle Wertpapiere Security Token wären und das Ganze auf einer Blockchain oder über DLT abgewickelt werden könnte, dann ist ein Depotübertrag oder eine Erträgniszahlung viel einfacher. Worauf wir jetzt warten und woran wir mitarbeiten: Wir haben auf der anderen Seite die Möglichkeit, Vermögenswerte zu tokenisieren. Jetzt brauchen wir einen Anbieter, und den haben wir auch, der Smart Contracts programmieren kann. Und das andere ist das Thema digitales Geld. Da unterstützen wir sehr gern den EURAU von AllUnity, weil es eine super Idee ist und weil es in anderen Ländern, insbesondere in Amerika oder Asien, ein gängiges Mittel ist, digitales Geld zu haben. Natürlich wird der digitale Euro dort auch eine Rolle spielen. Da kann man skeptisch eingestellt sein oder nicht, aber digitales Geld ist für so eine Automatisierung und Digitalisierung wichtig, neben den digitalen Vermögenswerten.

Moderation: Stefan, du hast das Thema Tokenisierung angesprochen, und das ist spannend. Wir beobachten immer wieder, dass es da vielleicht das eine oder andere Missverständnis gibt, weil du Ethereum, Solana, die Digital Assets und dann Tokenisierung angesprochen hast, was diese Prozesse vereinfacht. Kann man das so einfach sagen, dass im Endeffekt diese ganze Komplexität, die heute existiert, wenn ein Wertpapier übertragen wird, eigentlich nur bedeutet, dass ein Vermögensgegenstand von A nach B übertragen wird? Der Kunde sieht das nicht, und im Hintergrund sind unzählige Mittlerinstitutionen notwendig, die Datenbanken abgleichen und sicherstellen, dass nichts verloren geht und der richtige Wert ankommt. Kann man das so einfach sagen?

Stefan Lettmeier: Absolut. Wenn ich einen Depotübertrag über verschiedene Gesellschaften habe, und je nach Lagerstellenstruktur, die man hat, die wir gewählt haben, sind unfassbar viele Intermediäre dazwischengeschaltet. Deswegen dauert es auch so lange, und logischerweise verdient jeder ein bisschen mit. Deswegen ist so eine Wertpapierabwicklung auch nicht ganz günstig. Das kann mit Blockchain-Technologie einfach beschleunigt werden. Jetzt bringt man eine Aktie oder eine Anleihe zum Beispiel auf die Ethereum-Blockchain, und auf einmal wird dieses Settlement oder der Transfer von diesem dezentralen Netzwerk innerhalb von einer Sekunde oder ein paar Sekunden abgewickelt.

Moderation: Daran werden ja nicht alle Freude haben, an dieser Entwicklung. Das ist schon sehr disruptiv, da wird es einige Verlierer und auch Gewinner geben. Wie beobachtest du das?

Stefan Lettmeier: Die großen Player, die da drin sind, nennen wir mal Clearstream Banking, da bin ich mir ziemlich sicher, beziehungsweise ich weiß, dass die sich mit diesem Thema auch beschäftigen. Die schauen jetzt nicht sehenden Auges zu und sagen: Jetzt gibt es Blockchain, es gibt verschiedene Initiativen, ein bisschen geht das heute noch durch, und in fünf Jahren muss man uns absägen. Das machen die natürlich nicht, sondern die beschäftigen sich auch intensiv damit und werden aus meiner Sicht bestimmt eine entscheidende Rolle mitspielen. Natürlich wird es Gewinner und Verlierer geben, aber genauso, wie wir uns dem Wandel anpassen müssen, machen das andere Player auch, und die haben dann eine andere Rolle. Frag mich jetzt nicht, welche, aber ich bin mir sicher, dass etwas wie Clearstream noch eine wichtige Rolle haben wird.

Moderation: Es ist gerade auch spannend, wenn man sieht, was aus Amerika kommt, wo gerade sämtliche Behörden das Thema Tokenisierung massiv pushen. Ich glaube, der SEC-Chef hat gesagt, sie werden alles tun, dass der amerikanische Finanzmarkt on-chain kommt, und das wird an Europa auch nicht vorbeigehen.

Stefan Lettmeier: Spannend, ja. Es ist so, wir sind leider immer ein bisschen später dran, ehrlich gesagt. Ich muss das ehrlich sagen, aber ich bin ja ein alter Sack, wie ihr seht. Ich bin letztes Jahr 60 Jahre alt geworden, deswegen habe ich schon viel erlebt, und ich habe auch schon erlebt, dass es ein bisschen schneller geht, als es bei uns dauert. Ich sage das, weil ich mir in den letzten vier Jahren zwei Messen gegeben habe. Ich bin alles andere als ein Konferenzhopper, aber ich war 2023 in Las Vegas auf der Money20/20 und habe mir das angeschaut, und ich kann euch sagen, das wisst ihr genauso gut wie ich, was da für Stände waren, zum Beispiel bei Ripple. Da haben wir in Europa nur darüber nachgedacht, ob das Ganze legal oder illegal ist, und da hat Ripple einen Stand gehabt, der hat mir echt die Schuhe ausgezogen. Nach den Gesprächen habe ich festgestellt: Das war damals schon systemrelevant. Man konnte nicht einfach sagen, das gibt es dann nicht mehr, sondern es war fest in den Prozessen verankert. Und letztes Jahr war ich in Dubai auf der Token2049. Wenn ich mir anschaue, welche Aussteller dort waren, zum Beispiel Zweitmarktanbieter, wo digitale Börsen vertreten waren, um dort digitale Assets zu handeln, dann ist diese Entwicklung unwahrscheinlich, und natürlich wird das in Europa auch kommen. Da bin ich mir ziemlich sicher, aber es gibt links und rechts unseres Kontinents einfach welche, die ein bisschen schneller sind. In Amerika ist die Regulierung deutlich vereinfacht worden. Wir haben eine Regulierung, auf die wir eigentlich, ich sage mal, wenn man die Lizenzen hat, die bei uns erforderlich sind, dann ist das ein Ritterschlag. Es ist nicht ganz einfach, diese Lizenzen zu bekommen, und wenn man sie hat, ist es ein Qualitätsmerkmal. Das sollten wir auch ein Stück weit ausnutzen als Europäer.

Moderation: Du hast erzählt, dass die Reise 2018 begonnen hat, mit den ersten Schritten des Verständnisses, und dann wurde ein Schritt nach dem anderen gesetzt. Aber es ist eine Reise, weil es eine komplett neue Welt und eine neuartige Technologie ist. Um die Potenziale und die Risiken zu verstehen, sie abzuklopfen und zu schauen, wie man sie mitigieren kann, braucht das Zeit. Eure Reise ist hier logischerweise noch lange nicht am Ende, aber es hat ein paar Jahre gebraucht, überhaupt an diesen Punkt zu kommen. Wenn du das mit deiner Erfahrung Ende der 90er Jahre vergleichst, mit dem Umbruch zum Internetbanking, welche Parallelen siehst du, oder was ist anders?

Stefan Lettmeier: Ich sehe da im Schwerpunkt Parallelen, ehrlicherweise. Was die Technisierung oder Digitalisierung betrifft, gibt es auf so einer Zeitreise viele Erlebnisse. Wenn ich überlege, ich kann mich tatsächlich daran erinnern, als ich zum ersten Mal ein Telefon in der Hand gehabt habe. Ich kann mich ganz bewusst daran erinnern, den ersten Farbfernseher gesehen zu haben. Und ich weiß, dass heute jeder in der S-Bahn in München sitzt und in ein ganz kleines Gerät schaut, das sowohl Farbfernseher als auch Telefon in einem ist. Als man zum ersten Mal einen Farbfernseher gesehen oder zum ersten Mal telefoniert hat, konnte man sich das nicht vorstellen, das war Science-Fiction: irgendwann sitzt du in der S-Bahn und machst dort dasselbe. Ich glaube, wir sind vielleicht schon ein bisschen weiter, aber wir sind rund um dieses Thema ungefähr da, wo man zum ersten Mal einen Farbfernseher gesehen oder zum ersten Mal telefoniert hat. Davon bin ich überzeugt: Mit der Blockchain-Technologie, mit Smart Contracts, mit digitalem Geld und künstlicher Intelligenz wird sich die Welt komplett verändern, genauso wie sie sich übers Internet komplett verändert hat. Komplett. Das kann nur jemand sagen, der das vorher schon alles erlebt hat. So werden diese Technologien die Welt auch verändern, und deswegen muss man da vorne mit dabei sein, vorne mitspielen und das Geschäftsmodell entsprechend anpassen. Ich sehe da Parallelen zu diesen Themen, und ich glaube, es ist wichtig, dass man sich das bewusst macht und sich dem öffnet.

Moderation: Wir sagen immer, dass Krypto auf der einen Seite eine Technologie ist und auf der anderen Seite eine Assetklasse. Tokenisierung ist ein Use Case dieser Technologie, davon haben wir gesprochen, und da wollt ihr diese Technologie einsetzen, um das Backend auszutauschen, um die Abwicklung und die Verwahrung von Wertpapieren viel effizienter anbieten zu können. Auf der anderen Seite gibt es Krypto als Assetklasse, und da kommen eure Kunden ins Spiel, die Vermögensverwalter, die sich dieser Assetklasse öffnen können oder werden und das zum Teil schon tun, was wiederum einen Effekt für euch hat. Lass uns ein bisschen in die Thematik Krypto als Assetklasse reingehen. Wie weit ist denn diese Assetklasse bei eurer Kundschaft, den Vermögensverwaltern, schon angekommen?

Stefan Lettmeier: Ich habe vorher schon erklärt: Wenn man den Zugriff auf das Wertpapieruniversum gewähren möchte, haben wir gesagt, wir wollen auch den Zugriff auf Krypto zulassen. Deswegen haben wir eigene Blockchain-Infrastruktur aufgebaut und sind gleichzeitig offen für Use Cases über digitale Vermögenswerte. By the way, wir haben mal bei einer Digitalisierung einer Kunstsammlung mitgewirkt, was am Ende heißt, ein vermögender Privatkunde kann in Kunst investieren, was er vorher nicht hätte machen können, weil ein Kunstwerk einfach ein Bild ist. Aber das mal außen vor. Rein auf Krypto gesehen: Wir haben rund 500 Vermögensverwalter in Deutschland bei uns angeschlossen, da haben wir eine Marktdurchdringung von sicher über 90 %, also einen ganz guten Blick auf den deutschen Markt. Diese 500 Vermögensverwalter haben über 70.000 Endkunden, und insgesamt verwahren wir rund 70 Milliarden Euro Assets. Von diesen 500 Vermögensverwaltern haben ungefähr 120 in irgendeiner Weise, über die verschiedensten Möglichkeiten, in Krypto investiert, entweder in ETPs oder krypto-nativ. Wenn man sich dann anschaut, welche Kryptos es sind, dann sind es 80 % Bitcoin, und der Rest teilt sich auf in Ethereum, Solana, Sui und noch ein paar kleinere. Das ist das, wofür sich Vermögensverwalter entschieden haben.

Der größere Brocken ist in ETPs. Das kommt sicher daher, dass wir die Verwahrlizenz relativ spät bekommen haben, und dass die schon vorher in ETPs investiert hatten. Sicherlich kommt auch dazu, dass ein Vermögensverwalter eine Lizenz braucht, wenn er krypto-nativ investiert, nämlich die MiCAR-Lizenz. Das klingt schwierig, einfach weil es eine Lizenz ist, die man anfordern muss, ist es aber nicht. Wir unterstützen dort auch massiv bei unseren Vermögensverwaltern. Wenn man es ein, zwei Mal gemacht hat, ist es deutlich einfacher, als wenn man sich allein da reinbeißt. Deswegen bieten wir das als Dienstleistung an, dass wir unseren Vermögensverwalter-Kunden helfen, diese MiCAR-Lizenz zu bekommen, die die grundsätzliche Voraussetzung ist, dass man Kryptos in die Vermögensverwaltung legen kann. Das ist das eine, rund 20 % sind in irgendeiner Weise investiert.

Wir machen regelmäßig Befragungen bei unseren Vermögensverwaltern: Wie zufrieden bist du, was können wir verändern? Da haben wir neben vielen anderen Fragen auch gefragt: Möchtest du in Zukunft in Kryptos investieren? Das ist völlig neutral, ich wüsste gar nicht, wer was beantwortet hat, das macht eine externe Agentur, und wir wissen nicht, wer befragt wurde. Aber es ist eine repräsentative Anzahl, und da sagen etwa 20 % der Vermögensverwalter, sie möchten in den nächsten ein, zwei Jahren in Krypto investieren. Das kommt sozusagen dazu. Ich würde mir natürlich wünschen, dass es schneller geht, und ich kann es nicht antreiben, aber ich bin schon zufrieden. Wir haben diese Infrastruktur aufgebaut, weil wir glauben, dass es wichtig ist für unser Geschäftsmodell, und wir sehen schon einen Anstieg in den Volumina und in den Transaktionen.

Moderation: Stefan, du hast von deinen eigenen ersten Berührungspunkten mit Bitcoin erzählt, im Wirtshaus in dem Fall. Wann war das erste Mal, dass deine Kunden und/oder Aktionäre dich darauf angesprochen haben? War das um 2020/2021, als der letzte Bullenmarkt war, oder wie hat sich das entwickelt?

Stefan Lettmeier: Vereinzelt war das natürlich vorher schon. Es gibt ein paar Freaks, die sagen, ich würde gern wissen, was das überhaupt ist. Aber der letzte Bullenmarkt und der darauf folgende Bärenmarkt waren natürlich entscheidend, dass noch viel klarer wurde, was da möglich ist. Je mehr sich damit beschäftigen, desto interessanter wird es. Ich teile ja immer in Bitcoin und Krypto auf. Für mich ist das eine und das andere eigentlich nicht vergleichbar, um es so zu sagen, und ich finde beides spannend, ehrlicherweise. Ob Bitcoin-Maxi oder was auch immer, ich finde Ethereum, Solana etc. super spannend, und ich finde Bitcoin auch genial. Ich kenne ehrlich, ich weiß nicht, wie es euch geht, ich kenne keinen, der sich damit beschäftigt und es verstanden hat und sagt: So ein Käse. Ich kenne keinen. Viele sagen, das ist Käse, aber ich kenne keinen, der es richtig verstanden hat und sagt: Das braucht es nicht.

Moderation: Du hast erzählt, dass du irgendwelche Überschriften aus den Zeitungen nachgeplappert hast. Das ist witzig, mir persönlich ging es genauso. Liegt es vielleicht daran, dass es so polarisierend auf der einen Seite und komplex auf der anderen Seite ist, und dass man auch nicht weiß, wem man wirklich vertrauen kann?

Stefan Lettmeier: Ich finde es tatsächlich komplex. Bis ich es richtig verstanden habe, nehmen wir nur mal Bitcoin, und es gibt ja noch x andere Coins, aber nur Bitcoin richtig zu verstehen, da vergeht schon Zeit. Man muss sich einige, und zwar die richtigen, YouTube-Videos anschauen oder Bücher lesen. Das liest man nicht über Nacht durch und hat es dann durchdrungen. Ich finde schon, dass es komplex ist, und das spielt auch eine Rolle. Da gehört Aufklärungsarbeit dazu. Das machen wir auch, gemeinsam mit dem einen oder anderen Vermögensverwalter-Kunden, wo wir Kryptostammtische oder Breakfasts machen, um es einfach neutral zu erklären. Jeder soll sich seine eigene Meinung bilden, und das machen die Vermögensverwalter sowieso, sonst wären es keine unabhängigen Vermögensverwalter. Aber die Aufklärungsarbeit ist schon wichtig. Das wollen wir machen, weil wir Lust und Spaß daran haben, nicht weil wir das Produkt vertreiben wollen, das ist nicht in unserer Hand. Wir wollen es anbieten, es uns zumindest erklären und dafür einen vernünftigen Service anbieten.

Moderation: Stefan, du hast erwähnt, plus/minus 20 % sind schon investiert, dann gibt es noch mal mindestens so viele, die interessiert sind, sich dieser Assetklasse in den nächsten ein, zwei Jahren zu öffnen. Lass uns ein bisschen tiefer reingehen: Die, die schon investiert sind, mit wie viel Prozent ihrer Assets sind die in Krypto-Assets investiert?

Stefan Lettmeier: Das ist eine gute Frage, weil ich da nicht so richtig eine Struktur gefunden habe. Es gibt einige, die sagen, das kommt bei mir in jedes Depot rein, und dann ist es irgendwas zwischen 1 und 3 %. Okay, klingt vernünftig, muss ich ehrlich sagen. Und dann gibt es einige, bei denen ich das Gefühl habe, die probieren das ein bisschen aus, schauen es sich eine Zeit lang an und haben es noch nicht in jedes einzelne Depot gelegt, um es in unserer Sprache zu sagen. Die werden es wahrscheinlich erst mal ausprobieren. Aber die, die es durchdrungen haben und sagen, das gehört bei mir in die Vermögensverwaltung, liegen irgendwo bei 1 bis 3 %, und es gibt auch welche mit 5 %.

Moderation: Hast du eine Veränderung wahrgenommen, als BlackRock, jetzt vor zwei Jahren, als ehemaliger Kritiker auf einmal so stark in diese Assetklasse gegangen ist?

Stefan Lettmeier: Der Bekanntheitsgrad ist dadurch auf jeden Fall deutlich stärker geworden, das finde ich schon. Es wird deutlich mehr nachgefragt, und wenn es nur eine Frage ist. Wir machen Infoveranstaltungen, da haben wir gleich mal 300, 400 Teilnehmer, die das grundsätzlich interessiert, und das war vor zwei Jahren sicher noch nicht so.

Moderation: Für die junge Generation, sage ich mal, gehört Krypto, da kann man sich die unterschiedlichsten Umfragen anschauen, eigentlich schon zum Standardportfolio dazu. Jetzt würde ich meinen, dass der typische Vermögensverwalter-Kunde nicht unbedingt Teil der jungen Generation ist. Ihr habt ja die Zahlen: Wie alt ist denn dein durchschnittlicher Vermögensverwalter-Kunde?

Stefan Lettmeier: Da bin ich ein bisschen sensibel, gell, seit ich 60 bin, bin ich bei solchen Fragen wirklich vorsichtig. Aber der Durchschnitt ist irgendwas zwischen 55 und 60 Jahren. Ich hatte letzte Woche ein schönes Erlebnis. Es ging um etwas ganz anderes: Wir wollten das Online-Onboarding bei uns ein Stück weit pushen, da haben wir ein Tool, und das sollen die Vermögensverwalter deutlich mehr nutzen, weil es weniger fehleranfällig ist. Ich habe das mit einem jungen Kollegen aus unserer Kundenbetreuung besprochen und gesagt: Na ja, gar nicht so einfach, weil die sind ja schon alle älter, ich wusste, dass die zwischen 55 und 60 sind. Und dann frage ich: Wie kommst du darauf? Dann sagt er: Ja, seine Mama tut sich schwer mit dem Handy. Und ich sage: Wie alt ist denn die Mama? Dann sagt er: 61. Und ich bin 59 Jahre und ein Jahr. Da habe ich gesagt: Ehrlicherweise habe ich Staking direkt auf der Blockchain gemacht, ich nutze jeden Tag irgendetwas, ob Gemini, Copilot oder ChatGPT, ich habe da meinen persönlichen Assistenten und mache alles über das Handy, und ich bin genauso alt wie seine Mama. Natürlich würde ich niemals auf die Idee kommen, einen Kontoeröffnungsantrag handschriftlich auf irgendein Formular zu schreiben. Ich kann gar nicht mehr, die Handschrift habe ich ehrlich gesagt verloren. Ich glaube, das ist eine Gabe, die man verliert, wenn man sie nicht wirklich übt. Für mich ist es nicht zwingend ein Thema des Alters. Ihr habt da bestimmt Analysen, und das stimmt bestimmt, was ihr sagt, dass es für jeden Jungen ins Standardportfolio gehört. Aber ehrlich gesagt, die, die überhaupt nicht digital sind, die gibt es immer weniger. Selbst die, die noch zehn Jahre älter sind, haben mittlerweile Smartphones, Tablets und sowieso einen PC. Wenn ich ein Problem mit meinem PC habe, dann rufe ich meinen Schwiegervater an, der ist 80 und hilft mir dann. Jetzt würde ich sagen, ich kann auch einigermaßen helfen, aber er macht die Spezialfälle. Ich glaube nicht so sehr, dass es ein Thema ist, das nur Junge machen. Trotzdem ist es natürlich ein Thema: Wenn man einen Altersdurchschnitt von 55 bis 60 hat, müssen wir uns als Bank damit beschäftigen, wie es weitergeht. Im Übrigen werden auch die alle jedes Jahr älter, und natürlich beschäftigen wir uns damit, wie die Nachfolgeplanung passiert, egal ob juristische oder natürliche Person, da bieten wir verschiedene Services an. Aber für uns war die junge Generation kein Kriterium, warum wir Krypto anbieten. Bei uns ist das Kriterium, dass wir grundsätzlich die Verwahrung anbieten, und wenn wir glauben, dass das zukünftig über die Blockchain geht, dann haben wir das umgesetzt. Da war kein Gedanke: Wir müssen für die jungen Leute etwas machen, weil ich den Unterschied zwischen jung und alt mittlerweile nicht so richtig feststellen kann.

Moderation: Du hast natürlich recht, das ist sehr viel auch eine Einstellungssache. Aber jetzt ist es doch so, dass deine Kunden, die Vermögensverwalter, durchwegs eine ältere Kundschaft haben, und auch die wird es irgendwann nicht mehr geben. Man spricht ja von diesem großen Vermögenstransfer, dass das an die jüngere Generation weitergegeben wird, die dann andere Investmentpräferenzen hat. Ist das auch einer der Gründe, warum du meinst, dass die Vermögensverwalter sich vielleicht doch schneller mobilisieren und gegenüber dieser Assetklasse öffnen sollten, oder gibt es für dich noch andere Gründe?

Stefan Lettmeier: Ich kann nur sagen, wir haben in unserem Geschäftsmodell die klare Prämisse, dass wir kein Produktangebot machen, sondern die möglichen Produkte anbieten, die ein Vermögensverwalter seinen Kunden in die Vermögensverwaltung legen kann. Die kann er bei uns erwerben, egal ob es Aktien, Anleihen, Fonds, Krypto oder sonstige digitale Assets sind. Das ist unser Anliegen, und deswegen ist es für uns auch okay, wenn er ETPs kauft. Er kann auch nativ kaufen, und vielleicht haben wir irgendwann eine Lösung für all diejenigen, die sagen: Ich möchte das Ganze in die Eigenverwahrung geben. Darüber denken wir zumindest nach, weil das auch sehr sinnvoll ist, wenn man genau darüber nachdenkt. Für uns ist es eher so, und das war unser Ansporn: Vielleicht gibt es irgendwann prozessual gar keinen Unterschied mehr, ob ich jetzt einen Bitcoin, ein Ethereum, eine BMW-Aktie oder was auch immer verwahre, weil alles gleich ist, weil alles tokenisiert ist und über eine Blockchain abgewickelt wird. Das ist unsere Vision, und das war unser Antrieb, das zu machen.

Moderation: Vielleicht ein Schritt zurück zur V-Bank. Du hast gesagt, ihr habt 90 % aller Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum, aber ihr wollt nicht nur bei Deutschland bleiben, wie du erzählt hast.

Stefan Lettmeier: Das ist richtig. Wie gesagt, vor 18 Jahren haben wir das hier in Deutschland eröffnet und gegründet. Von diesen 500 Vermögensverwaltern sind auch einige, circa 50, in der Schweiz. Diese Schweizer Vermögensverwalter wickeln bei uns in Deutschland ihre deutschen Kunden ab. Und da kam immer wieder der Hinweis, ob wir nicht auch in der Schweiz so eine Bank bräuchten. Ihr alle wisst, in der Schweiz gibt es schon ein paar Banken, aber eine Bank, die sich ausschließlich auf Vermögensverwalter beziehungsweise EAMs konzentriert, die gibt es tatsächlich nicht. Dieses Alleinstellungsmerkmal, das ich vorher erklärt habe, dass wir keine Konkurrenz im Haus haben, das gibt es nicht. Wir haben eine Evaluierung gemacht, eine Kosten-Ertrags-Analyse, und mit ganz vielen Vermögensverwaltern beziehungsweise EAMs gesprochen, und der Zuspruch war so groß, dass wir jetzt auch den Mut haben, in der Schweiz eine eigene V-Bank Schweiz zu gründen. Der Plan ist, dass wir noch dieses Jahr das Setup fertig haben und den Firmenantrag positiv beschieden bekommen, sodass wir noch in diesem Jahr den ersten Kunden begrüßen wollen, mit dem gleichen Modell wie hier in Deutschland: kein Produktvertrieb, sondern eine Plattform, auf der die zugelassenen Assets zur Verfügung gestellt werden, und der Vermögensverwalter entscheidet, was er in seiner Vermögensverwaltung haben will, und kann es über uns im Kommissionshandel kaufen und verkaufen, und wir verwahren es.

Moderation: Spannend. Das ist eines eurer großen strategischen Projekte, die geografische Expansion in das kleinere Nachbarland, aber doch, glaube ich, ein nicht unwesentliches Land in Sachen Vermögen.

Stefan Lettmeier: Ja, absolut.

Moderation: Und in Sachen Krypto- oder Digital-Asset-Strategie: Gibt es da etwas, das eure nächsten großen Ziele sind, abseits der MiCAR-Lizenz, die ihr schon habt?

Stefan Lettmeier: Wir haben die MiCAR-Lizenz, und wir wollen helfen, dass auch unsere Vermögensverwalter-Kunden sie mit einem vernünftigen Aufwand bekommen, deswegen bieten wir dort Unterstützung an. Darüber hinaus bieten wir, gemeinsam mit euch, und da bin ich Gott froh, dass ihr mit dabei seid, diese Krypto-Brunches an. Wir wollen einmal quer durch Deutschland in die großen Städte reisen und einen Krypto-Brunch machen, wo wir ein bisschen etwas erklären, wo auch der eine oder andere Vermögensverwalter seine Kryptostrategie erklärt, also nicht wir, sondern der Vermögensverwalter, um dort auch ein bisschen Education zu machen und sich in so einem Netzwerk zu diesem Thema auszutauschen. Da sind wir nach wie vor aktiv und wollen unser Know-how und unsere Erfahrung teilen, und auch den Netzwerkeffekt unserer Vermögensverwalter nutzen, wo sich der eine vom anderen etwas abschauen oder ihn kritisch beobachten kann. Diesen Netzwerkeffekt wollen wir nutzen, und das steht jetzt unmittelbar an in Köln, in Hamburg, in München hatten wir es schon, und in Frankfurt.

Moderation: Magst du vielleicht abschließend für alle, die immer noch sagen, nein, das Teufelszeug kommt mir nicht ins Haus, etwas mitgeben, diesen Kunden oder Vermögensverwaltern?

Stefan Lettmeier: Wenn es jemanden interessiert, dann kann ich nur sagen, wir bieten diesen Krypto-Brunch an. Wir haben den Münchner Vermögenstag, wo wir das eine oder andere vorstellen und wo wir auch Stände haben, an denen man sich erkundigen kann. Ansonsten kann ich nur empfehlen: Es gibt auf YouTube wirklich ganz tolle Menschen, die das sehr neutral erklären, wo man in der Lage ist, das Ganze grundsätzlich zu verstehen, auch zu verstehen, warum ich der Meinung bin, dass sich in den Abwicklungsprozessen sehr viel verändern wird, was genau Bitcoin ist und wovor man sich absichern kann. Es gibt eine Unmenge an sehr guten YouTubern, die das sehr neutral erklären, ohne reißerisch zu sein. So habe ich gelernt, so habe ich mich da reingefunden, und das gebe ich gern weiter.

Moderation: Super. Dann vielen lieben Dank, Stefan, für die einstündige Reise, wie sich die V-Bank und du selbst dieser Assetklasse und dieser Technologie genähert haben. Vielen Dank.

Stefan Lettmeier: Danke dir.

Gast dieser Folge
Stefan LettmeierStefan Lettmeier
Co-Gründer & Vorstand V-Bank
Die Hosts
Anton Werner
Anton Werner
Co-Founder Fountainhead Digital

Anton Werner begann seine Laufbahn nicht bei Digital Assets – doch jeder Schritt führte ihn dorthin. Statt einer Private-Equity-Karriere zog es ihn 2011 nach Berlin: Er war am Aufbau führender E-Commerce-Unternehmen beteiligt und gründete ein eigenes Travel-Startup, das er erfolgreich verkaufte. Über das klassische (Web2-)Venture-Capital fand er zu Krypto – und erkannte darin nicht nur eine Anlageklasse, sondern das Fundament eines offeneren, faireren Internets. Seine Überzeugung: Krypto ist liquides Venture-Capital, doch ohne disziplinierte, datenbasierte Portfolioverwaltung fressen Volatilität und Emotionen jede Rendite. Bei Fountainhead Digital integriert er Digital Assets für Vermögensverwalter – strukturiert, compliant und risikooptimiert.

Martin Bechter
Martin Bechter
Co-Founder Fountainhead Digital

Martin Bechter beschäftigt sich seit 2017 mit Krypto – anfangs skeptisch, heute überzeugt. Mit über einem Jahrzehnt in Corporate Finance und klassischem (Web2-)Venture-Capital betrachtet er die junge Anlageklasse als Investor, Operator und Stratege zugleich. Vor allem will er eine oft missverstandene Technologie verständlich machen – sachlich, vom Grundprinzip her gedacht und ohne Hype. Als Co-Founder von Fountainhead Digital entwickelt er Krypto-Investmentstrategien für professionelle Anleger.

Ein Podcast unterstützt von Fountainhead.Digital
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