11. September 2026·40 min
Crypto Review Sommer: Stablecoin-Konsortien, SEC will Aktien Onchain, Wallets für KI Agenten

Crypto Review Sommer: Stablecoin-Konsortien, SEC will Aktien Onchain, Wallets für KI Agenten

Was passiert eigentlich, wenn das große US-Crypto-Gesetz scheitert und trotzdem alles weitergeht?

Genau das war der Sommer 2026. Der Clarity Act steht kurz vor der entscheidenden Abstimmung und die Prediction Markets geben ihm kaum eine Chance. Gleichzeitig haben im Juli und August 140 Konzerne, 21 Großbanken, Robinhood, die NASDAQ und die SEC selbst Fakten geschaffen. Nicht ein einziger dieser Akteure ist ein Crypto-Unternehmen. Der Chef der SEC nennt das, was gerade passiert, die dritte große Evolution der Finanzindustrie: von der Papieraktie beim Verwahrer über den Datenbankeintrag hin zur Aktie, die nativ auf einer Blockchain lebt.

Was wir besprechen:

🔹 𝐏𝐥𝐮𝐬 𝟐𝟓 𝐏𝐫𝐨𝐳𝐞𝐧𝐭 𝐢𝐦 𝐀𝐮𝐠𝐮𝐬𝐭: Eine einzige Aussage des US-Finanzministers hat gereicht, um den Markt zu drehen. Wir zeigen den Mechanismus dahinter und warum ausgerechnet Short Seller die Bewegung beschleunigt haben.

🔹 𝐃𝐫𝐞𝐢 𝐊𝐨𝐧𝐬𝐨𝐫𝐭𝐢𝐞𝐧, 𝐞𝐢𝐧 𝐙𝐢𝐞𝐥: 140 Konzerne, 21 Großbanken und Revolut bauen gleichzeitig an Stablecoins. Spannender als die Namensliste ist die Frage, wie diese Konsortien die Zinserträge untereinander aufteilen, denn genau das erklärt, warum Google und Shopify mit dabei sind.

🔹 𝐃𝐢𝐞 𝐀𝐤𝐭𝐢𝐞 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭 𝐨𝐧𝐜𝐡𝐚𝐢𝐧: Robinhood, Coinbase und Kraken handeln längst tokenisierte Aktien, aber das sind digitale Zwillinge und nicht die Aktie selbst. Was die SEC im August angekündigt hat, würde diesen Unterschied auflösen.

🔹 𝐃𝐢𝐞 𝟕𝟎𝟎-𝐌𝐢𝐥𝐥𝐢𝐚𝐫𝐝𝐞𝐧-𝐑𝐞𝐜𝐡𝐧𝐮𝐧𝐠: Erstmals hat eine Zentralbank durchgerechnet, was Tokenisierung mit den Bilanzen der Banken macht. Das Ergebnis der Dallas Fed erklärt nebenbei, warum plötzlich jede Bank an tokenisierten Deposits und Stablecoins arbeitet.

🔹 𝐖𝐚𝐥𝐥𝐞𝐭𝐬 𝐦𝐢𝐭 𝐋𝐢𝐦𝐢𝐭: Was passiert, wenn Software selbst bezahlt? Seit Juni läuft mehr Internet-Traffic über Bots und KI Agenten als über Menschen, und Cloudflare hat im Sommer gleich zweimal darauf reagiert.

🔹 𝟏𝟒 𝐏𝐫𝐨𝐳𝐞𝐧𝐭 𝐂𝐡𝐚𝐧𝐜𝐞: BlackRock, Fidelity und Charles Schwab werben offen für den Clarity Act, sogar die größte Polizei-Vereinigung der USA hat zugestimmt. Wir rechnen vor, woran es trotzdem scheitern dürfte und was das für den Markt heißt.

Außerdem weitere Neuigkeiten im Newsflash.

🎙 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐚𝐛𝐨𝐧𝐧𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧.

Angenommen, Aktien laufen in fünf Jahren wirklich nativ onchain: Wer profitiert am Ende mehr davon, die Anleger oder die Anbieter?

#cryptoimkontext #cryptoreview #stablecoins #tokenisierung #kiagenten #sec #wealthmanagement #privatebanking #assetmanagement #cryptoassets #finanzindustrie #fountainheaddigital

Links:

Franklin Templeton Crypto x AI: https://x.com/FTDA_US/status/2079527739288158472 Fountainhead Crypto/AI These: https://fountainheaddigital.substack.com/p/agentic-awareness-why-crypto-sits

Hier geht's zur Folge auf Deiner bevorzugten Plattform.
SpotifyYouTube
Transkript anzeigen

Martin (00:06.935) Ja, Anton, der Sommer ist vorüber. haben uns gedacht, aufgrund der Tatsache, dass viele im Sommerurlaub waren, machen wir einen kompakten Juli- und Augustrückblick, was sich in den beiden Monaten getan hat. Anders als dass viele Leute in der Sommerpause waren, war der Kryptomarkt nicht in der Sommerpause. Es hat sich einiges getan, nicht nur vom Markt her, von den Preisen, sondern auch in unterschiedlichen Entwicklungen, die wir heute

beleuchtet. Wir sprechen am Anfang kurz über den Markt, was sich seit Juli, August getan hat. Wir sprechen über interessante Entwicklungen rund Stablecoins und Tokenisierung. Natürlich auch ein Update hinsichtlich regulatorischen Entwicklungen aus den USA und auch über Themen wie KI-Agenten und Kryptoadoption und zahlreiche kleinere.

Newsflashes. Also unbedingt dranbleiben, es sind einige sehr spannende News dabei. Aber zunächst einmal zum Markt. da hat sich einiges getan. Anton, kannst du da mal einen Aufriss geben?

Anton (01:16.76) Ja, glaube Anfang des Sommers war die Stimmung im Kryptomarkt absolut auf dem Nullpunkt. Keiner hat sich eigentlich de facto mehr für diesen Markt interessiert. das ist ja auch schon mittlerweile der dritte, vierte Bärenmarkt für uns zwei. Wir kennen das. Gerade wenn dann Anfang die Stimmung schon fast so...

Martin (01:42.204) resignieren,

Anton (01:43.357) Resignieren zu werden ist eigentlich ein guter Punkt, wenn es keinen mehr wirklich interessiert. Dann merkt man irgendwie, okay, das könnte jetzt wirklich dann der Boden gewesen sein. Ob das denn tatsächlich so war, das wird die Zeit weisen. Aber im August hat der Markt auf jeden Fall sehr, viel Fahrt aufgenommen und man kann natürlich bei Märkten nie genau sagen, was war jetzt der eine Auslöser. Aber ich glaube, wenn man den einen suchen würde, würde man den natürlich bei den Aussagen des Finanzministers der USA, Scott Besson, finden.

der am Endeffekt gesagt hat, die Zinsen der langfristigen amerikanischen Anleihen sind ihm zu hoch, die will er runterbringen. Wie bringt er die runter? Indem er langfristige Staatsanleihen kauft mit kurzfristigen Treasuries. Und das bedeutet für den Markt mehr Liquidität. Die Reaktion war im Endeffekt, alle scarce Assets, also limitierten Assets wie zum Beispiel Gold, Silber, aber halt auch Bitcoin sind aufgrund dieser

Verlautbarung in die Höhe geschnellt, weil diese Assets vom Markt gesehen werden als guter Hatch gegen Inflation und monetary debasement. Was das wiederum auf dem Kryptomarkt ausgelöst hat, ist, der wie wir wissen immer dazu neigt stark gehebelt zu sein, da ist das viele Short Seller auf dem falschen Fuß erwischt worden durch diese Reaktion des Marktes.

und nachkaufen mussten, was am Ende des Tages bedeutet hat, dass der Markt noch schneller nach oben gelaufen ist. Und jetzt stehen wir ungefähr bei plus 25 Prozent durch eben diesen Move im August. Spannend ist, dass sich die letzten zwei Wochen eigentlich nicht so wirklich viel getan hat, muss man sagen, preistechnisch. Also es hat sich alles so bisschen eingependelt. Aber, und das glaube ich kann man als recht gutes Zeichen tatsächlich werten, dass es hier keine

Rückläufer gab, insbesondere weil ja die Aussichten auf eine Zinserhöhung in den USA jetzt doch eher gestiegen sind durch die guten Zahlen am Arbeitsmarkt. Ergottessen darf man echt recht positiv jetzt in diesen Herbst reinblicken und wir sind natürlich gespannt, wie es weitergeht. Wenn man sich jetzt die ETF flows…

Martin (03:58.007) Anton, vielleicht nur ein Punkt noch. Das war ja alles am 19. August, wo der Markt so wirklich durch die Decke ging. war ja, also gerade Ethereum hat glaube ich 18 Prozent an einem Tag gemacht. Ich habe danach geschaut, das gab es glaube ich an drei Tagen überhaupt in der Geschichte von Ethereum oder der drittgrößte Anstieg, Tagesanstieg. Da kam ja dann auch noch, ich, am selben Tag, wo Besson das gesagt hat, war dann auch noch dieses Krypto White House Meeting und da kam so ein bisschen

Anton (04:02.685) Hmm.

Martin (04:26.0) eine positive Stimmung auch regulatorisch, zu dem Thema kommen wir gleich noch dazu. Und dann glaube ich, am nächsten Tag kam auch noch gleichzeitig dazu, dass die USA diese 40 Billionen Dollar Schuldengrenze erreicht haben. Das gab dann auch noch so diese News Coverage zu dem ganzen Thema, was das vielleicht auch noch zusätzlich noch befeuert hat. Genau, aber du wolltest da eben zu den ETF-Flows sprechen. Ja, was hat sich da getan?

Anton (04:55.324) Ja, da sind natürlich jetzt die Investoren auch wieder aufgewacht, wenn man so will. Und der August war hinsichtlich Net-Influss von Seiten Bitcoin und Ethereum der mit Abstand beste Monat im Jahr 2026. Man sieht das hier von den Verhältnismäßigkeiten, glaube ich, ganz gut dargestellt, auch wenn die Zahlen selber nicht so gut sichtbar sind. Die Net-Influss von Bitcoin waren ungefähr dreieinhalb Milliarden, die von Ethereum

bei der Hälfte, also ungefähr 1,7 Milliarden. Ethereum steht im Jahr 2026 tatsächlich bei positiven Net-Influss. Bitcoin ist da noch mit ungefähr minus 1,5 Milliarden in der Kreide. Aber es zeigt, der Appetit der Investoren dürfte im August zurückgekommen sein.

Martin (05:42.584) Genau, dann kommen wir zum ersten großen Thema, nämlich US-Regulatorik-Update. Das ist ja ein Hin und Her seit über einem Jahr. Am 8. August gab es dann die Hoffnung vor den Sommerferien sozusagen des US-Senats, dass das Gesetz doch noch verabschiedet wird. Das ist nicht geschehen. Aber dann in letzter Minute hat dieser führende Senator dort dann doch

die Abstimmung, die nächste Abstimmung im Senat für den 15. September anberaumt. Das heißt der 15. September, ist heute ist der 9. September, wo wir das aufzeichnen. Das ist jetzt in den nächsten Tagen. wie sind hier die Wahrscheinlichkeiten? Interessant ist, dass jetzt in diesen ganzen, rund diese sozusagen Zuspitzung, dieses Voting hier immer mehr

große Institutionen rausgekommen sind und aktiv die Senatoren dazu aufgerufen haben, für den Clarity Act zu stimmen. ist nicht nur BlackRock hat sich hier geoutet, auch Charles Schwab hat hier gesagt, der Clarity Act, so wie er jetzt besteht, ist gut und sollte zugestimmt werden. Fidelity ebenso, BlackRock habe ich schon erwähnt und eher ungewöhnliche Organisation, auch die größte.

Verbindung von sozusagen Polizistenorganisationen in den USA, die sehr sehr aktiv bei der Gesetzgebung mitgearbeitet hat, alles rund natürlich sozusagen kriminellen Aktivitäten, die da auch immer wieder mitschwingen, hat dann schlussendlich die letzte bestehende Version abgesegnet und gesagt, das ist aus polizeilicher Vermittlungssicht gut und sollte abgestimmt werden.

Nichtsdestotrotz, und das ist durchaus auch dann überraschend, die Polymarket, das heißt diese Prediction Market, Wahrscheinlichkeiten auf einem eigentlich historischen Tiefspunkt bei einer 14 % Wahrscheinlichkeit, dass das Ganze durchgeht. Warum ist das so? Da hast du ein paar Sachen auch rausgefunden.

Anton (08:02.953) Ja, also im Senat sitzen 100 Senatoren, 60 braucht es am 15.09., damit es überhaupt weitergeht in diesem Prozess. Also das ist nicht die finale Abstimmung, es ist die Vorabstimmung der Vorabstimmung, wenn man das jetzt so formulieren darf. Die Demokraten oder die Republikaner, fangen wir so an, Republikaner haben selber 53 Plätze im Senat, aber wahrscheinlich wären drei Republikaner nicht für

den Clarity Act stimmen. Das heißt, sie haben 50 Stimmen, sie brauchen eher gut dessen 10 weitere Stimmen von den Demokraten und das schaut absolut nicht danach aus, dass sie die bekommen werden. Im Banking Committee, da wurde ja lange diskutiert über den Clarity Act, insbesondere hinsichtlich der Stablecoins, da sind sozusagen nur zwei Demokraten übergelaufen und haben dann gesagt, ok passt, wenn wir das so machen, können wir das unterstützen. Das heißt, auch wenn jetzt das Weiße Haus sich zu diesem Thema

Ethics Provision weichklopfen lassen würde, wonach es jetzt aktuell nicht ausschaut, dürfte das nicht reichen genug Demokraten dazu zu bewegen für den Clarity Act zu stimmen. Und dann wird es halt zeitlich verdammt schwierig den Clarity Act auch aufgrund der Midterms 2026 noch durchzubringen und darum eben diese niedrigen Wahrscheinlichkeit.

Martin (09:22.599) Interessant ist, dass man kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass im Markt de facto ein Clarity Act, der nicht zugestimmt wird, facto eingepreist ist. Das heißt eigentlich, wenn es hier doch zu einer Überraschung kommen sollte, dann kann man wahrscheinlich mit starker Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das zu einer starken Marktreaktion kommen wird. Aber wir werden sehen, nächste Woche wird...

de facto auf 15. September Tag der Entscheidung sein.

Anton (09:56.049) Vielleicht noch ganz kurz der eine Sache, weil das, glaube ich, wichtig ist, weil man sich da schon die Frage stellt, wieso wird dann eine Abstimmung angesetzt, wenn man davon ausgeht, dass man die Stimmen nicht zusammen hat. Das ist schon auch ein interessanter Punkt und hier ist quasi, so wie ich das verstanden habe, die Strategie der Republikaner zu sagen, wenn wir eine Abstimmung haben, wissen wir, wo jeder Senator steht. Und dann kann wirklich das richtige Lobby beginnen. Und da muss man sagen haben...

hat die Krypto-Lobby halt doch auch einiges an Kapital mit den Interessensgemeinschaften, mit diesen Packs, wie es in den USA heißen, im Köcher, dann vielleicht einen gewissen Nachdruck auszuüben auf die Senator. Aber das wird sich alles zeigen.

Martin (10:35.913) Aber unabhängig von dieser ganzen Gesetzgebung rund den Clarity Act ist ja die SEC und die CFTC, das heißt die zwei wesentlichen Behörden, die den Kapitalmarkt regulieren, sehr, sehr entschlossen, die Kryptoadoption und die Regulierung, soweit es ihrer Einflusssphäre ist, voranzubringen. Und zwar sehr, sehr deutlich. Also der SEC

Chef hat ganz klar gesagt, sollte es zu keinem Clarity Act-Abstimmung kommen, wird die SEC alles tun, das in ihrer Macht steht, sozusagen diese technologische Adoption dieser Technologie voranzubringen. Das soll heißen, sehr sehr, das sind sehr sehr detaillierte Regulierungen umsetzen werden, dass die Tokenisierung vor allem von Wertapieren und Finanzinstrumenten

ermöglicht wird und dass de facto das, was er schon vor einigen Monaten gesagt hat, der US-Kapitalmarkt on-chain kommen wird. Genau. Und zu dem Thema kommen wir auch gleich, weil da sehen wir einige spannende Entwicklungen in diese Richtung auch, aber vielleicht kurz auch jetzt weg von den USA-Einrichtungen, regulatorisch. Andere Regionen in der Welt schreiten immer weiter voran in vernünftiger

Kryptoregulierung, so auch Japan, die im August oder Juli eine sehr umfassende Kryptoregulierung verabschiedet haben, was auch endlich dort Krypto in geregelte Bahnen bringt, was im Endeffekt Vertrauen bei Investoren schafft und im Endeffekt diese Adoption der Technologie, aber auch der S-Klasse voranbringt.

Anton (12:21.916) Kommen wir zu dem Thema Stablecoins und jeder, unseren Podcast in letzten Monaten verfolgt hat, weiß, das ist wahrscheinlich einer der heißesten Eisen im traditionellen Finanzmarkt aktuell und es gibt sehr, sehr viele Banken, die schon angekündigt haben, Stablecoins zu launchen bzw. über Konsortia zu launchen und da sind jetzt zwei weitere Player an den Start gegangen im Sommer. Anfang Juli hat sich ein Konsortium von Sager und Schreiben

Martin (12:22.295) Gut.

Anton (12:49.744) 140 Unternehmen zusammengetan, gemeinsam eine stablecoin zu launchen. Und man muss sagen, das sind nicht irgendein 140 Unternehmen. Wenn ich da ein paar Namen nenne, kann ich gut glaube ich sagen, das ist das WhoisWho, der Finanz- und der Tech-Branche, Visa, Mastercard, American Express, Stripe, BlackRock, BNY, Mellon, Standard Chartered, Coinbase, Google und Shopify. Also das ist eine richtige Macht, die sich hier gemeinsam formiert.

Das Spannende ist, dass Geschäftsmodell von der Stablecoins, wir wissen ja alle, der die Stablecoins ausgibt, nimmt Geld ein, veranlagt sie in Anleihen und kann sich die Zinsen dafür einstreifen. Wie dieses Konsortium das jetzt gelöst hat, ist zu sagen, sie verteilen diese Zinsen im Ausmaß dessen, wie viel jeder zum Vertrieb dieser Stablecoin beiträgt. Und das ist spannend und erklärt auch wieso ein Visa

ein MasterCard oder auch zum Beispiel ein Spotify oder ein Google dabei ist.

Martin (13:50.999) Ja, da sind ein paar interessante Aspekte. Warte mal, haben noch ein anderes Banken.

Anton (14:00.375) Genau, wir haben noch ein zweites Konsortium und das ist quasi brandneu, wenn man so will. Die haben das letzte Woche verlautbart. Man sieht hier erst das September, glaube ich. 21 Großbanken haben sich hier zusammengetan und die wollen eine gemeinsame Entity gründen, wo sie zuerst natürlich eine US-Stablecoin ausgeben, aber dann weitere G7-Währungen launchen wollen. Und auch hier die Teilnehmer.

Die haben es in sich. Bank of America, Citi, Goldman Sachs, Wells Fargo, Deutsche Bank, UBS, Santander, Standard Bank, nur ein paar dieser 21 zu nennen. Also ich glaube mittlerweile ist jedem in der Finanzbranche klar, man braucht eine Stablecoin, mitzumischen und viele Player stellen sich hier doppelt und dreifach auf, aber da werden wir dann auch noch zum Sprechen kommen zu dem Thema.

Martin (14:56.362) Genau, ich meine, für mich ist, ich meine, auf deiner Seite ist das extrem beeindruckend, was für Giganten sich da zusammenschließen. Gerade bei dem ersten Konsortium, das du erwähnt hast, ist es halt spannend, dass es eben nicht nur Banken sind, sondern auch die Tech-Industrie, was im Endeffekt auch schön zeigt, dass das Stablecoin

Anton (15:03.036) Hm.

Martin (15:17.916) de facto diese Grenzen bricht zwischen der Finanzindustrie und der Tech-Industrie. sieht man ja dann, werden wir gleich sehen, bei KI-Agenten, deswegen sind auch Unternehmer wie Google dabei, wo man sich fragt, was hat Google mit Finanzen zu tun? Das werden wir gleich sehen, warum. Ich meine, bin, genau, auf der einen Seite ist es beeindruckend, auf der anderen Seite frage ich mich halt trotzdem auch, wie sich die riesigen Konsortium da

nicht unwahrscheinliche Interessenskonflikte schaffen und wie sie das wirklich auf die Straße bringen und wie viel da wirklich, wie viel da vielleicht Marketingsprache dahinter ist. Aber gut, wir werden es sehen auf jeden Fall.

Anton (15:57.989) Zeit wird es zeigen, aber Vertrieb ist ein ganz wichtiges Thema und wenn du da jetzt vielleicht auf den nächsten Slide gehst, die wir vorbereitet haben, da will jetzt noch ein weiterer Player mitmischen und das ist Revolut, weil Revolut hat jetzt auch seine eigene Euro Stablecoin ausgegeben. Und wenn man sich das Thema Stablecoins auch das haben wir schon mehrmals thematisiert hier im Podcast, dann ist das zu 99,5 % oder vielleicht sogar mehr ein Thema,

von US-Stablecoins. Also alle anderen Währungen sind hier nicht existent in diesem Markt. So auch leider der Euro. Und Revolut will das jetzt ändern. Die haben halt auch 80 Millionen Kunden. Und mit eben dieser Marktmacht eine eigene Euro-Stablecoin in den europäischen Markt pushen. Das machen sie jetzt in unterschiedlichen Schritten und anfangen tun sie mit Dänemark, Polen und

Portugal, wieso diese Märkte, weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Aber das ist halt so ein bisschen das Thema der Europäer. Wir hatten von Anfang an und viel, viel früher als die Amerikaner eine regulatorisch zu diesem Thema Stablecoin. Also eigentlich, hatten diese rechtssicher. Super. Aber es braucht halt auch eine Vermarktung, es braucht einen Vertrieb und vielleicht ist jetzt Revolut tatsächlich der erste Player, der dieses Brett dann auch tatsächlich knacken kann.

Martin (17:21.28) Also ich glaube, vielen ist mittlerweile bewusst, dass sich die Zahlungsindustrie, die Paymentindustrie massiv transformieren wird. Und ich habe das Gefühl, so keiner weiß wirklich, wie dieses Bild oder wie diese Industrie in fünf bis zehn Jahren ausschauen wird. Und wahrscheinlich ist auch das der Grund, dass scheinbar einige Player nicht alles auf eine KZ setzen, sondern bei unterschiedlichsten Stablecoin-Projekten mit dabei sind.

Anton (17:48.284) Hmm.

Martin (17:50.421) Was ja eigentlich im ersten Schritt irgendwie unlogisch klingt, weil man eigentlich bei Konkurrenten mitmacht. Aber ich glaube halt, dass das einfach der Tatsache geschuldet ist, dass das zu riskant ist, hier alles auf eine Karte zu setzen. Erstaunlich, dass nichtsdestotrotz die Europäische Zentralbank am digitalen Euro festhält und das begründet als Gegenmittel zu Mastercard und Visa. Und in Wirklichkeit wird Mastercard und Visa hier bereits von Stablecoin massiv.

Anton (18:04.061) Absolut.

Martin (18:19.128) in ihrem Geschäftsmodell

Anton (18:23.324) Wir haben ja da noch eine News, die das Ganze so bisschen in eine Klammer setzt und zwar hat die Dallas Fed, der Federal Bank von Dallas, im Endeffekt zum allerersten Mal als Zentralbank eine Hochrechnung aufgestellt, was jetzt Tokenisierung von Assets, was das für eine Auswirkung auf Banken hat. Und das vernichtende Urteil ist,

eine erhebliche negative Auswirkung von 700 Milliarden Dollar, die Banken in den USA alleine wahrscheinlich weniger Gesamtdarlehen, also Kredite ausgeben können. Das ist ungefähr 10 Prozent des Volumens, was sie jetzt haben. Lass mich das, Martel, lass mich das nochmal machen, weil ich glaube, das ist nämlich falsch, was ich jetzt gerade gesagt habe. Das sind nicht 10 Prozent.

Martin (19:19.114) Wollen wir das Thema nicht komplett streichen, ist das nicht zu...

Anton (19:24.776) Ja, Körmer, ich meine, wir verlieren halt diese Diskussion mit den tokenized Assets.

Martin (19:25.929) Lassen wir das vielleicht.

Martin (19:33.688) Ja, dann versuch's noch mal.

Anton (19:39.631) Wir haben ja noch ein Thema rund sag ich mal, große Thema Stablecoin bzw. halt auch Tokenized Deposits und zwar ist das, dass die Dallas Fed, also das allererste Zentralbank, eine Studie veröffentlicht hat, was für eine Auswirkung tatsächlich Tokenisierung auf Banken haben wird. Und das so ein bisschen zu verstehen, was da dahinter steckt, vielleicht nur ganz kurz.

Eine Erklärung. Banken können langfristige Zinsrisiken nur deshalb tragen, weil sie ja Einlagen haben, die sehr träge sind. Dieses Geld, diese Einlagen liegen auf dem Shirokonto und die Leute schichten das jetzt nicht so schnell wenn es irgendwo anders bessere Zinsen gibt. diese Einlagen, diese Beträge sind eigentlich die Basis für die langfristigen Kredite. Was sich jetzt mit der Tokenisierung ändert, ist, dass dieses Geld viel schneller bewegt werden kann. Es ist auch programmierbar und dadurch

viel einfacher bewegbar und kann dorthin gehen, wo einfach mehr und bessere Zinsen gezahlt werden. Das heißt, am Ende des Tages muss man davon ausgehen, dass diese Einlagen zinssensitiver werden. Und das wiederum, sagt eben diese Dallas Fed, wird negative Auswirkungen haben auf die amerikanischen Banken. Weil wenn nämlich diese Zinssensitivität nur 10 % steigt, dann wird das

dazu führen, dass die amerikanischen Banken 700 Milliarden US-Dollar weniger Kapazität haben, langfristiges Zinsrisiko zu tragen, was ungefähr ein Zehntel ihres aktuellen Volumens von den sonstigen Einlagen, die das normalerweise sonst stützen, würden, darstellt. Und vielleicht hier kurz zur Einordnung. Token as deposit ist nicht eine Stablecoin, weil eine Stablecoin ja keine Zinsen zahlt. Ein Token as deposit zahlt Zinsen.

ein tokenisierter Geldmarktfonds zahlt Zinsen. Am Ende des Tages sind die alle jetzt durch die neue Infrastruktur, die Blockchain unglaublich schnell beweglich. Das Bewegen kostet wenig Geld und sie sind auch programmierbar. Und das bringt einfach die Banken unter Druck. Das Schlimmste ist für sie, wenn das Geld in ihre eigenen Einlagen abwandert an Stablecoins, die sie nicht selber rausgeben. Darum versuchen sie selber welche auszugeben.

Anton (21:59.317) Aber sie müssen auch trotzdem mit den Stablecoins konkurrieren können und innerbankisch sozusagen Transfers schnell und billig abwickeln können. Dafür die tokenized deposits. Aber die wiederum sind halt auch ein zweischneidiges Schwert, weil sie das Geld zinssensitiver machen. Also das ist so ein bisschen die Einordnung der Dallas Fight und auch ein bisschen ein Grund, was wir vorher schon besprochen haben, dass viele Banken auf

unterschiedlichen Spielfeldern sich jetzt gerade aufstellen. Eine Bank of America ist auch in einer gemeinsamen Deposit Alliance. Viele amerikanische Regionalbanken haben sich da jetzt auch im August zusammengeschlossen, eben diese Token als Deposits voranzutreiben, weil die Alternative, keine zu haben, viel schlechter ist, als welche anbieten zu können in der Zukunft.

Martin (22:51.5) Und das zeigt im Endeffekt auch schon etwas, wir schon gesagt haben, dass de facto diese Grenzen und diese Barrieren aufbrechen. Entweder weil diese Grenzen die Kosten sind, weil es zu teuer ist oder regulatorisch oder technisch einfach nicht machbar. Und jetzt bewegt sich das auf einmal auf einem Settlement-Layer und dadurch wird das so austauschbar, aber auch einigermaßen komplex. Gut, anderes Thema, Ethereum.

Ethereum ging so ein bisschen durch eine Identitätskrise in den letzten Monaten. Angefangen hat es im Juni, dass die Ethereum Foundation einige Mitarbeiter abgebaut hat. Aber das hat einen ganz anderen Grund, nämlich dass viele dieser Personen neue, sagen wir jetzt, Institutionen, Non-Profit-Institutionen gegründet haben. Und da wurden in der Tat drei neue Organisationen gegründet, aber vielleicht ganz kurz die durchgehend, was das für eine bedeutet.

Das heißt, auf der einen Seite gibt es die Ethereum Foundation, die gibt es von Anfang an. Die wird sich weiterhin auf die Core-Prinzipien von Ethereum fokussieren, nämlich auf die Sicherheit, auf die Dezentralität und diese censorship resistance. Und dann wurden drei neue Non-Profit-Organisationen gegründet. Das eine ist ETH Labs. Das wird sich sehr, sehr stark auf die Projekte und Applikationen fokussieren. Was ist der Bedarf im Markt, sodass der

das Netzwerk, die Ethereum Blockchain darauf entsprechend reagiert, also viel, viel stärker marktorientiert. Das zweite ist Ethereum Institutional. Das wird sich sehr, sehr stark auf die institutionelle Adoption fokussieren mit Leuten, die de facto Banken und Asset Managers dazu bringen, die Ethereum Blockchain zu nutzen. Das heißt wirklich Institutional Adoption kann man sagen, ein BD Arm von Ethereum. Und der dritte ist ETH Systems, sich

Anton (24:39.42) Hm.

Martin (24:43.929) de facto gegründet von Leuten aus der Ethereum Foundations, die sich ausschließlich mit Privacy fokussiert haben. Das heißt, Non-Profit-Organisation wird sich auch ausschließlich auf Privacy fokussieren. Warum? Weil Privacy auch für die Institutionen und die Banken wichtig ist, weil auf der einen Seite diese Transparenz die Stärke ist, auf der anderen Seite quasi auch zu transparent ist schon fast.

Das versucht man hier Ethereum auf neue Schienen zu stellen. heißt, diese drei Non-Profit-Organisationen wurden im Wesentlichen finanziert von Bitmain und, na wie heißt die Organisation von Joe Lubin? Ja, die Organisation weiß ich jetzt, ist nicht Konsensus, sondern diese DAT, die Ethereum fokussiert hat. Ja, jetzt liegt es mir nicht auf der Zunge. Egal.

Anton (25:24.188) Joe Lubin von Consensus.

Anton (25:29.552) Konsensus.

Martin (25:37.697) Das sind de facto Ethereum fokussierte Companies, die das finanzieren. Das ist grundsätzlich sehr, sehr positiv, weil sich dadurch die Ethereum diese Schwachstellen beseitigt, nämlich dass immer wieder gesagt wird, es ist zu wenig markt- und businessorientiert und das soll das ändern. Das heißt, das sind eigentlich sehr positive Entwicklungen.

Anton (26:01.993) Ja, jeder der den Kryptomarkt in den letzten zwei Monaten verfolgt hat, auch nicht umhergekommen sein, das Thema Robinhood-Chain auf den Schirm bekommen zu haben. Im Endeffekt ist es so, dass Robinhood, einer der größten Broker der Welt, eine eigene Layer-2-Blockchain auf Ethereum gelauncht hat. Und diese Chain

Die hat eine unglaubliche Traktion jetzt bekommen in letzten zwei Monaten. Mittlerweile verdient Robinhood ungefähr 4 Millionen US-Dollar am Tag über die Transaktionsgebühren der Robinhood-Chain, die jetzt schon Transaktionsvolumen jenseits von einer Milliarde pro Tag abwickelt. Da ist unglaublich viel Aktivität drauf. Und für Robinhood hat das jetzt zur Folge, dass sie einen Drittel ihres

täglichen Umsetzes tatsächlich über diese Transaction Fees der Robinhood-Chain generieren, was natürlich auch dazu geführt hat, dass der Robinhood-Aktienpreis im August sehr, sehr stark angezogen hat. Was wird da jetzt gehandelt? Das ist, glaube ich, spannend. Auf der einen Seite Memcoins, aber auf der anderen Seite trocknisierte Aktien. Und das ist das größere Thema hier, auf das wir auch bei der nächsten News ein bisschen eingehen wollen, weil Robinhood ist nicht der Einzige, das

Martin (27:23.948) Vielleicht.

Anton (27:26.632) Thema auf Kraft.

Anton (27:30.894) Coinbase hat nämlich im August auch verlautbart, eigene tokenisierte Aktien auszugeben bzw. die von Meta, Nvidia und Google, soweit ich das im Kopf habe und weitere sollen in Zukunft auch folgen. Ähnlich wie bei Robinhood macht das Coinbase auf der eigenen Layer 2, die sich der Base nennt, die wiederum eine Layer 2 von Ethereum ist. Also gleiches Playbook, wenn man so will, zwischen diesen zwei Player.

Martin (28:01.814) Ja, sehr wahrscheinlich werden das nicht die letzten zwei sein, die dieses Modell fahren, weil dieser Erfolg wird sicher andere konkreten Broker oder vielleicht auch die eine oder andere fortgeschrittene Bank dazu bringen, eine eigene Blockchain zu bauen.

Anton (28:17.472) Absolut. meine, Coinbase und Robinhood haben da die gleiche Ambition. Sie wollen quasi mit ihrer Layer-2-Blockchain eine technische Basis im Endeffekt schaffen, auch für andere, für Broker, Neobanken, wer auch immer, tokenisierte Finanzinstrumenten dann darauf abzubilden. Und wenn das halt klappt, dann sind das halt keine einfachen Broker oder Handelsplattformen mehr, sondern eigentlich eine Infrastrukturschiene.

für die Finanzindustrie. Und das ist so bisschen das, was diese zwei Companies da verfolgen. Aber es gibt noch andere.

Martin (28:54.443) Vielleicht ein Gedanke noch, weil das mit einem ganz anderen Thema, glaube ich, auch zusammenhängt, nämlich auch diese ganze Generationenthematik. Coinbase ist ein reiner Krypto-Broker, ist per Definition, haben die jüngere Kunden. Robinhood ist der Aktien- war der Aktien-Broker, der bekannt ist für Gen Z de facto. Und es ist kein Zufall, dass die beide diese Strategie wählen. Das heißt, das wird viele Institutionen wachrücken.

Anton (29:05.5) Hmm.

Anton (29:15.535) Das stimmt ja.

Martin (29:24.522) rütteln, die auch dieses Generationenthema sehen, weil einfach die Jungen viel, viel stärker kryptofordern.

Anton (29:27.174) Hmm.

Ja und ich meine es ist interessant, ein Coinbase geht von Krypto auf tokenisierte Aktien, ein Robinhood kommt von Aktien, Richtung Krypto und tokenisierte Aktien, also da verschwimmt alles so regelrecht ein bisschen. Und wie gesagt sind auch nicht die einzigen Player, weil Kraken auch im August im Endeffekt die eigenen Tokenisierungsambitionen weiter vorangetrieben hat.

und gemeinsam mit der London Stock Exchange jetzt den FUZI 100 bzw. alle darin gelisteten Unternehmen und deren Aktien tokenisieren wird. Und Kraken macht das nicht auf einer eigenen Blockchain, hat dafür aber einen eigenen Standard entwickelt. Und X-Stalks nennen sich die. Das heißt, bisschen ein anderer Ansatz, aber im Endeffekt alles das Gleiche.

Martin (30:16.012) Okay, vielleicht kann...

Martin (30:20.129) Aber im Endeffekt besteht die originäre Aktie weiterhin. Es ist quasi nur ein digitaler Zwilling, wie wir da immer dazu sagen.

Anton (30:27.868) Genau, ist ein digitaler Zwilling. Die tatsächliche Aktie, liegt de facto bei einem Verwahrer. Darauf werden diese digitalen Zwillinge, also die Tokens ausgegeben. Die Token können gehandelt werden und ihren Besitzer wechseln. Die Aktie bleibt verwahrt und wechselt nicht den Besitzer. Das heißt, es ist eigentlich eine Brückenlösung, wenn man so will, zum jetzigen Stand der Zeit.

Martin (30:53.601) Aber auch das wird wahrscheinlich nicht die permanente Lösung sein.

Anton (30:58.108) Richtig. Und da kommen wir gleich zur nächsten News. Die permanente Lösung wäre nämlich das Registrar, also quasi das Buch, das die Transfer Agents führen, Aufgabe es ist zu sagen, wem gehört welche Aktie und wenn eine Aktie verkauft wird, diesen Eigentumswechsel dann auch sozusagen mitführen. Genau dieses Buch zu nehmen

und auf die Blockchain zu bringen. Das geht Stand heute aber nicht, weil die Finanzmarktaufsicht in den unterschiedlichsten Herren Ländern halt noch immer ein Gesetz hat, das das nicht ermöglicht, weil die müssen zentral geführt werden. Und das ist etwas, was die SEC jetzt im August im Endeffekt verlautbart hat, zu sagen, das müssen wir ändern. Wir müssen es zulassen, dass Transfer Agents ihre Bücher direkt auf die Blockchain bringen können.

Und dann wäre es möglich, was du nämlich auch gesagt hast, das wäre sozusagen die finale Lösung, die tatsächliche Aktie auf die Blockchain zu bringen, mit der dann jedes Mal, wenn sich die Aktie auf der Blockchain bewegt, auch tatsächlich der Eigentümer wechselt. Bis dato ist das nicht möglich gewesen, darum gibt es eben diese X-Docs, Tracker-Docs, wie auch immer wir das nennen wollen. Aber das scheint nur ein Zwischenschritt zu sein.

Interessant ist, zum Beispiel eine NASDAQ auf der einen Seite schon diese Art Tracker Stocks gelauncht hat, ich glaube im April, aber eigentlich schon an einer eigenen Plattform baut, die eben genau dieses Buch auch auf die Blockchain holt und die haben da im August auch schon einen Transfer Agent dafür mandatiert, der das machen soll. Also auch hier laufen die Player mit unterschiedlichen Lösungen jetzt gerade los.

einfach allzeit bereit zu sein für das, was in Zukunft kommen wird.

Martin (32:58.326) Das ist ja auch was der Chef der SEC gesagt hat, das ist dann die dritte große Evolution der Finanzindustrie, nämlich am Anfang waren die Aktien in Papierform beim Custodien, dann waren sie digital als Eintrag in verschiedenen Datenbanken, da ist der Status quo und in Zukunft werden die nativ on-chain sein. Und das ist dann entscheidend vielleicht hier auch an der Stelle zu sagen, was hat das jetzt?

für einen Investor, eine Auswirkung. Endeffekt jeder einzelne Transfer dieser Aktien, nativen, tokenisierten Aktien, jeder Transfer eines Stablecoins erfordert eine Zahlung einer Gebühr auf der zugrunde legenden Blockchain. Und die kann Ethereum, Solana, Nia, was auch immer, Sui, was auch immer welche Blockchain, wo diese Adoption stattfindet, dann entsprechend folgen. Und das

ist der Investmentcase hinter vielen dieser Layer-1-Blockchains.

Anton (34:00.815) Für die tokenisierten Aktien, die wir jetzt haben, muss man natürlich auch Transaktionsgebühren zahlen in ETH oder Solana. Also das ist glaube für den zugrunderliegenden Investment-Case aktuell egal, nur ist das natürlich ein Fliegenschiss im Volumen zu dem, aktuell dieser Markt steht und wo das tatsächliche Volumen in den nativen Stocks liegt.

Martin (34:09.346) Genau.

Martin (34:20.812) Aber sind ja auch nicht nur, weil zurück zum Investment Case, sind nicht nur die Layer-1-Blockchains betroffen, sondern auch entsprechende DeFi-Protokolle, entsprechend dokunisierte Aktien dann entsprechend auch verarbeiten können. Uniswain, genau.

Anton (34:28.988) Genau.

Anton (34:34.828) Bestes Beispiel Uniswap wickelt 95 % des Volumens der Robinhood-Chain ab, also größtenteils tokenisierte Aktien in dem Fall und halt auch Mimcoins bzw. lustigerweise gepaart miteinander teilweise. Und Uniswap hat damit in den letzten zwei Monaten richtig gut Geld verdient und weil der Token jetzt halt auch an diese Wertschöpfung gekoppelt ist mit den Buybacks,

hat das dazu geführt, dass Uniswap, glaube ich, allein in den letzten 10 Tagen plus-minus 50 Prozent am Preis zugelegt hat, wegen halt auch diesen Buybacks. Also da tut sich sehr, sehr viel und so wie du sagst, man darf das nicht nur beschränken auf die zugrunderliegenden Blockchains, sondern die fundamentalen Protokolle, die dann den Handel und auch den Vertrieb dieser Assets möglich machen.

Martin (35:29.6) Genau, so, nächstes Thema, KI-Agenten, ein Thema, wir oft sprechen. Hier hat es ein paar spannende News gegeben. einen Cloudflare. Cloudflare ist ein, jetzt sage ich mal Internet, mittlerweile Internet, eine elementare Lösung, dass das Internet überhaupt funktioniert. Wir verwenden es fast wahrscheinlich täglich im Hintergrund. Cloudflare hat, das war noch, glaube ich, im Juni gesagt, ich glaube, es war Juni.

dass es das erste Mal de facto mehr Internet Traffic durch Bots und KI-Agenten generiert wird als durch Menschen. Und der CEO von Cloudflare hat vorhergesagt, dass das erst nächstes oder übernächstes Jahr passieren wird und er auch selbst überrascht war, wie schnell das geht. So, und was macht jetzt zum Beispiel Cloudflare, Krypto-Technologie und Infrastruktur zu integrieren? Zum einen haben sie

Im Juli war das glaube ich, genau 1. Juli, die News, announced, dass sie dieses X-402-Protokoll integrieren werden, was es im Endeffekt ermöglicht, KI-Agenten nativ über das Internet von Server zu Server, von Website zu Website Zahlungen durchführen können. Und dann, das war im August, haben sie announced, dass diese KI-Agenten jetzt auch eine

spezielle Wallet bekommen, wo entsprechend wir als Menschen sehr klar definieren können, was sind die Zahlungslimits, mit welchen Shops oder Internet-Shops darf er agieren etc. Also quasi dieses Gerüst, dass er sich auch entsprechend sicher bewegen kann. Und das macht einer der größten Internetinfrastrukturanbieter. Das heißt, KI-Agenten und Zahlungen im Internet ist kein

Anton (37:11.484) Hmm.

Martin (37:23.391) kein Hype- und Theoriekonstrukt, das vielleicht ein oder anderes sagen würde, sondern das wird real bereits umgesetzt.

Martin (37:34.401) Und das Thema KI und KI braucht Krypto oder KI braucht Krypto-Infrastruktur, das nimmt auch immer mehr Fahrt an. haben ja, wann war das? März dieses Jahres einen sehr umfassenden Artikel dazu geschrieben, hier auch noch einmal rechts unten der Link dazu, wo wir im Endeffekt diese, diese, all diese Punkte aufgelistet haben, warum wir glauben, dass Krypto von

Anton (37:46.135) im März.

Martin (38:04.396) oder Krypto von KI profitieren wird und auch umgekehrt. Und Franklin Templeton hat, das war glaube ich auch Juli, einen Artikel dazu geschrieben, warum Agentic AI der Killer Use Case für Krypto ist. Sehr lesenswerte Artikel auch hier verlinkt. Wir werden diese ganzen Slides auch in die Show Notes dann unten packen, dass man die runterladen kann.

Aber das zeigt im Endeffekt, dass dieses Thema KI und Krypto immer mehr an Wahrnehmung erfährt. Und was hier vielleicht auch spannend ist, was Franklin Temp, Franklin Templet, ist ein sehr, sehr traditionsreicher Aktienassetmanager oder traditioneller Assetmanager, die sagen, dass viele auf Aktien setzen im Public Market, an der KI-Revolution zu partizipieren und Temp…

Franklin Temple macht hier den Case, dass man an der Argentic AI Revolution vor allem durch Kryptoassets partizipieren wird können und nicht nur layer-one Blockchain, sondern auch Altcoins, wie sie das noch nennen. Gut, dann vielleicht so, abschließend.

Anton (39:19.78) Altbackenländer.

Martin (39:27.963) Wir schon wieder über unser zeitlichen Limit. Ganz kurze Newsflash, noch kleinere News. Morgen Stanley hat drei ETBs gelauncht im Sommer. Bitcoin, Solana und Ethereum. Morgen Stanley ist nicht bekannt, dass sie eigene ETFs launchen. Ist hier eigentlich sehr überraschend gekommen. Dann ein oft, sag ich jetzt einmal kritisierter Stablecoin-Gigant Teda wurde immer wieder

nachgesagt, dass er zu intransparent ist und keine Audits hat, hat eben jetzt den ersten von der KPMG durchgeführten Audit auch mit einer Qualified Opinion bestanden. Und dann kam noch auch Juli, Juni, Juli, August Standard Chartered mit sehr, sehr aufsehenerregenden Kursprognosen für drei

Krypto-Projekte an den Start zum einen haben sie angefangen mit Arve, dann mit Uniswap und am Schluss mit Chainlink. Wir wollen jetzt hier nicht die Kursprognosen, die durchaus ambitioniert sind, eingehen. Und das ist auch hier nicht die Message, sondern die Message ist eigentlich, dass eine Großbank wie Standard Charter, das gehört immerhin zu den 50 größten Banken der Welt, bereits Krypto-Projekte covert.

Anton (40:38.999) ambitioniert sind.

Martin (40:54.165) die Upside von Bitcoin und Ethereum sind. Und das ist eigentlich auch das, was wir drei Jahren sagen, dass Kryptoassets für uns sind wie die Nasdaq. ist eine neue Form von Technologieinvestments und das geht weit über Bitcoin und Ethereum hinaus. Aber die meisten Leute gehen halt diese auch Schritt für Schritt logischerweise.

Anton (41:20.38) Sie haben auch, glaube ich, Woche noch verleihbart, dass sie wahrscheinlich ihre Prognose für Uniswap nach oben anpassen müssen, jetzt wo sie gesehen haben, was da über Robin Hood Shane passiert ist. Ja, natürlich.

Martin (41:33.991) Ja, was ich ein bisschen amüsant finde, auf kurzfristige Preisreaktionen. Aber gut, das führt natürlich auch zu News, deswegen das natürlich auch mit Vorsicht oder zu Clicks und Attention. Daher das auch mit Vorsicht genießen. Aber die Message ist hier, Krypto ist mittlerweile für viele weit mehr als ein Bitcoin und Ethereum.

Anton (41:44.892) So.

Martin (41:56.831) Gut, das war ja einiges, das sich jetzt in den eigentlich ruhigen Sommermonaten getan hat. Schauen wir, wo es weitergeht. Und ich habe es ja nicht erwähnt, hinter mir sitzt ein Bär, der die Bärenmonate symbolisieren soll. Aber man sieht schon, er ist auch ein bisschen müde geworden. Er macht schon ein Schläfchen. Schauen wir, ob wir ihn nächstes Monat bereits, wo auch immer hin, verstauen können.

Anton (42:17.994) Vielleicht müssen wir ihn einschläfern.

Anton (42:24.391) Verstauen.

Martin (42:26.427) Alles klar. Bis zum nächsten Mal.

Anton (42:27.894) Alles gut, zum nächsten Mal, ciao!

Die Hosts
Anton Werner
Anton Werner
Co-Founder Fountainhead Digital

Anton Werner begann seine Laufbahn nicht bei Digital Assets – doch jeder Schritt führte ihn dorthin. Statt einer Private-Equity-Karriere zog es ihn 2011 nach Berlin: Er war am Aufbau führender E-Commerce-Unternehmen beteiligt und gründete ein eigenes Travel-Startup, das er erfolgreich verkaufte. Über das klassische (Web2-)Venture-Capital fand er zu Krypto – und erkannte darin nicht nur eine Anlageklasse, sondern das Fundament eines offeneren, faireren Internets. Seine Überzeugung: Krypto ist liquides Venture-Capital, doch ohne disziplinierte, datenbasierte Portfolioverwaltung fressen Volatilität und Emotionen jede Rendite. Bei Fountainhead Digital integriert er Digital Assets für Vermögensverwalter – strukturiert, compliant und risikooptimiert.

Martin Bechter
Martin Bechter
Co-Founder Fountainhead Digital

Martin Bechter beschäftigt sich seit 2017 mit Krypto – anfangs skeptisch, heute überzeugt. Mit über einem Jahrzehnt in Corporate Finance und klassischem (Web2-)Venture-Capital betrachtet er die junge Anlageklasse als Investor, Operator und Stratege zugleich. Vor allem will er eine oft missverstandene Technologie verständlich machen – sachlich, vom Grundprinzip her gedacht und ohne Hype. Als Co-Founder von Fountainhead Digital entwickelt er Krypto-Investmentstrategien für professionelle Anleger.

Ein Podcast unterstützt von Fountainhead.Digital
Disclaimer und RisikohinweisDieser Podcast dient ausschließlich der Information und Bildung und stellt keine Anlageberatung dar. Genannte Token, Projekte oder Plattformen werden lediglich zu Illustrations- und Verständniszwecken erwähnt und sind nicht als Empfehlung zu verstehen. Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Investieren Sie nur Kapital, dessen Verlust Sie sich leisten können.